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Sparpaket - so ist´s richtig! 10.06.2010 08:20
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Endlich ist die Bundesregierung mal mutig! Sie traut sich an ein Thema, das viele nur mit Samthandschuhen anfassen: die Völlerei bei Hartz IV Empfängern. Den Unmut darüber mag vestehen, wer will, die Alternative dazu wäre nun wirklich keine Option gewesen. Wie Horst Köhler schon völlig richtig sagte: Deutschland hat aussereuropäische Interessen und die gilt es zu wahren. Niemand würde es allerdings tolerieren, wenn von deutschem Boden noch jemals ein offensiver Krieg ausgehen würde. Der kluge Schachzug: subtile Invasion und Zerstörung der Eroberungsgebiete durch landwirtschaftliche Subventionen. Das Geld ist gut angelegt, wie ich euch im folgenden aufzeigen will. Aber erst einmal: von welchem Betrag reden wir überhaupt? Zitat aus der Sendung plusminus vom 08.06.:
Ein großer Batzen sind die Agrar-Subventionen. Wenn nur das sogenannte Milch-Sonderprogramm abgeschafft würde, kämen 600 Millionen Euro zusammen. Auch der Agrardiesel, der immer noch steuerbefreit ist, brächte 300 Millionen Euro in den Haushalt.
Also 900 Millionen Euro, die dafür verwendet werden, Fleisch und Milch in der Produktion sau- und kuhgünstig zu halten. Überlegen wir uns das mal, das wären bei der krass großen Anzahl von 6,5 Millionen Hartz IV Empfängern in Deutschland (Stand Anfang 2010) 138 Millionen Euro "Stütze" pro Jahr für jeden einzelnen von denen! Ja, soll man deren Faulheit etwa mit einem Multimillionärsgehalt belohnen!? Nein, wir finanzieren damit die Invasion der Drittweltländer. Durch die Subventionen in der Landwirtschaft, kann diese so billig und viel produzieren, dass trotz des Umstandes, dass wir Deutsche uns wirklich redlich bemühen, den ganzen Batzen wegzufuttern und dafür Fettleibigkeit als Massenphänomen und Wohlstandskrankheiten in Kauf nehmen, die horrend hohen Mengen an Fleisch, Geflügel und Milch einfach nicht schaffen. Sollen wir aber auch gar nicht, denn nun kommt der Clou. Wiederum mit EU-Geldern subventioniert und zwar z.B. mit 31 Cent je Kilogramm Fleisch, karren wir den ganzen Mist, den wir hier nicht mehr aufessen können, ohne zu platzen, in die Drittweltländer und bieten das Zeug dann so spottbillig an, dass die einheimische "Vor-Ort-Produktion" kostendeckend nicht mithalten kann. Beispiel gefällig? Tiefgekühltes Schweinefleisch aus Deutschland wird in Afrika zu 1 Euro/Kilogramm angeboten, das Frischfleisch vor Ort kostet das 2,5-fache! Das kauft natürlich dann niemand mehr und so kommen wir unserem Ziel näher. 2008 etwa wurden EU-weit 30.000 Tonnen Fleisch nach Afrika exportiert und somit dort 210000 Arbeitsplätze zerstört, die jeweils kleinere Tierhaltungen betreiben. Jeder Arbeitsplatz ernährt in Arika 7 Personen und so haben wir, ohne auch nur einen Schuss Munition verpulvert zu haben, 1,4 Millionen Menschen aus ihrer Existenzgrundlage geschossen!
Afrika wird wieder deutsches Kolonialgebiet - ich bin mir sicher. Also kommt mir nicht damit, dass man Hartz IVern die Rente oder das Elterngeld streicht. Wer will schon Kinder von diesem Pack in unserer Gesellschaft, wenn wir einen ganzen Kontinent dafür haben können!
Quellen:
www.swr.de/report/-/id=233454/did=346135...54/3ehaz8/index.html
www.taz.de/1/zukunft/wirtschaft/artikel/...rte-in-arme-staaten/
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zync
Platinum Boarder
Beiträge: 435
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Aw: Sparpaket - so ist´s richtig! 11.06.2010 12:44
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Und wenn wir schon dabei sind können wir ja gleich missionieren und Weihnachten in unseren neuen Kolonie mit dem Billigfleisch aus Deutschland feiern, denn der Staat zahlt seit 200 Jahren 442 Millionen Euro für Kirchengehälter, obwohl die Kirche allein in Bayern 1,2 Milliarden Euro jährlich einnimmt.
Ja wir müssen sparen und weiterhin Agrarwirtschaft und sonstige sinnlose Dinge finanzieren. Ein hoch auf den Arbeiter, der dieses Land finanziert
www.spiegel.de/politik/deutschland/0,1518,699422,00.html
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peter73
Senior Boarder
Beiträge: 42
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Aw: Sparpaket - so ist´s richtig! 14.07.2010 16:18
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Und erinnern wir uns einmal, wie das bei der Einführung von Hartz IV war:
Da konnte durch die Einsparungen der Spitzensteuersatz gesenkt werden. Da verpuffen doch alle Gelüste der Normalverdiener, die auf Steuersenkungen für sich hoffen. Die dürfen doch wie gewohnt dann alle für Kopfpauschalen, höhere Mehrwertsteuersätze, ... im Schnitt einfach drauflegen. Es ist schon ein großes Kunsstück ind er Außendarstellung diesen Menschen über so lange Zeiträume weißzumachen, sie würden auch von dieser Politik profitieren.
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Aw: Sparpaket - so ist´s richtig! 14.07.2010 20:27
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schwarzgelb muss weg. dringend. abwartungshaltung von merkel auf der einen seite, sparpaket und absolut hirnrissige gesundheits"reform" auf der anderen. Wer hat dieses pack überhaupt gewählt?!
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Kiran
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Aw: Sparpaket - so ist´s richtig! 15.07.2010 09:31
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Wer die gewählt hat? Das Geheimnis leigt glaube ich darin, dass es Steuersenkungsversprechen gab, von denen sich die Mittelschicht angesprochen fühlte. In Wahrheit wird denen aber bereits seit Jahren mehr Geld aus der Tasche rausgezogen, als dann mit großem Getöse aus Wahlkampfgründen an Kleinigkeiten dann wieder reinkommt.
Selbst von den weiteren Sozialkürzungen werden die normalen Wählerinnen und Wähler der CDU nicht profitieren. Das ist Politik für eine zahlungskräftige Minderheit.
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Aw: Sparpaket - so ist´s richtig! 15.07.2010 10:01
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naja...es muss so oder so dringend eine neauvelle für das gesundheitssystem her...es trägt sich so einfach nicht mehr...die demographische entwicklung in deutschland gibt dem ganzen auch noch den rest. sozialkürzungen und beitragsanpassungen sind längst überfällig... das system wird sich aber so oder so nicht halten können. durch die einführung von mehrbeiträgen werden die versicherten immer wieder zu günstigeren anbietern, die auf diese mehrbeiträge verzichten, wechseln... dadurch gehen viele kassen bankrott. das ist wie ein strudel: je höher die mehrbeiträge werden, desto mehr gesunde versicherte kündigen, desto weniger beitragseinnahmen hat so eine krankenkasse...und wenn sie am ende nur noch kranke und alte im versichertenstamm haben, dann können sie einpacken.
Ich frag mich, wie die sich das vorstellen? das bedeutet auf lange sicht das aus für vor allem kleinere krankenkassen mit wenigen mitgliedern...da kann das risiko nicht so gut abgefedert werden!
deutet alles darauf hin, dass irgendwann nur noch privat krankenversichert werden kann...und die Privaten nehmen halt nach wie vor nur die gesündesten risiken. ich seh da echt schwarz(gelb)...
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Kiran
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Aw: Sparpaket - so ist´s richtig! 15.07.2010 14:44
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Tatsächlich verlieren die gesetzlichen Krankennkassen bei den gegenwärtigen Maßnahmen bei den Beiträgen immer mehr Mitglieder an die privaten Krankenkassen. Es ist im Prinzip so, dass die frewillig gesetzlich versicherten Mitglieder nach Anhebungen der Beiträge zu den günstigeren privaten Versicehrungen wechseln können. Die hohen gesundheitlichen Risiken bleiben der gesetzlichen Versicehrung dann freilich erhalten, weil deren Beiträge bei den Privaten auch höher wären.
Die Anhebung der Beitragsbemessungsgrenze würde allerdings sicherstellen, dass da mehr Beiträge guter Risiken reinkommen und der Bestand der gesetzlichen Versicherung angemessen sichergestellt würde. Das ist aber wohl seitens der FDP nicht gewollt.
Irgendwann bleiben dann nur noch die allerschlechtesten Risiken in der gesetzlichen Versicherung. Den Betroffenen wird das dann zum Vorwurf gemacht.
Die meisten Menschen werden sich noch umschauen, wenn die gesetzlcihe Sozialversicherung ohne die angemessenen politischen Reaktionen kaputt gemacht wurde. Nicht umsonst versucht doch Obama jetzt hartnäckig eine gesetzliche Krankenversciherung in den USA ans Laufen zu bringen. In den USA sind schon viele Menschen durch das soziale Netzt gefallen und haben eine Krankenversicherung wie hierzulande Obdachlose.
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Aw: Sparpaket - so ist´s richtig! 15.07.2010 15:38
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das was du da schreibst, ist nur teilweise richtig! dadurch, dass nur selbstständige und Großverdiener, die minimal 3 Jahre am stück oberhalb der VERSICHERUNGSPFLICHTGRENZE verdient haben, überhaupt die möglichkeit haben, in die private zu wechseln, handelt es sich hier um eine sehr kleine gruppe, die überhaupt von der gesetzlichen in die private gezogen werden. noch dazu ist es meist so, dass die kinder dann auch noch mit in die private aufgenommen werden MÜSSEN und somit der wechsel für v.a. kleinere selbstständige einfach zu teuer ist. Diese bleiben freiwillig in der gesetzlichen. von einem anheben der Versicherungspflichtgrenze würde ich auch absehen...die ist hoch genug angesetzt! Die Beitragsbemessungsgrenze hat damit rein gar nichts zu tun! Sie legt lediglich fest, bis zu welcher höhe der Anteil von 15,5% festgesetzt werden muss. Wenn man die wiederum anhebt, kommen vielleicht mehr gelder von großverdienern in die gesetzlichen krankenkassen, aber es macht den wechsel in die private KV für diese leute natürlich auch nochmal ein stück schmackhafter, wenn sie für die vergleichsweise beschissenen leistungen der GKV NOCH mehr bezahlen müssen...hier können höchstens noch die ausgenommen werden, die aufgrund ihres schlechten gesundheitszustands eh schon nicht mehr von der privaten genommen werden!
außerdem heisst es noch lange nicht, dass ein gutverdiener ein gutes risiko darstellt! auch solche leute können krank werden, an chronischen krankheiten leiden und im endeffekt kommt vielleicht doch ein minus für die GKV unterm strich raus!
das soziale netz - sei es nun kranken- oder rentenversicherung, leidet nicht unter der umverteilung, die die politiker seit jahren veranstalten, sondern an der demographischen entwicklung...wer alt wird, bezieht rente und leidet dramatisch öfter an krankheiten als junge menschen. Der generationenvertrag in der gesetzlichen rentenversicherung sieht vor, dass die jugend von heute die großmütter und großväter-generation mit rentenzahlungen versorgt und dann eben von den großenkeln selbst versorgt wird. da wir zu wenig nachwuchs haben und die leute durch den gehobenen medizinischen standard immer älter werden, kippt das kosten-/einnahmenverhältnis schon seit jahren. Es war von anfang an klar, dass es so nicht weiter gehen kann! Ludwig Erhard hat das zur einführung der Gesetzlichen Rentenversicherung schon festgestellt. Adenauers Antwort war damals:"Das ist schön und recht, aber ich möchte die Wahl gewinnen!"...priceless.
Ich finde die einführung einer GKV in den staaten zwar vom sozialen gedanken her toll, aber die umsetzung...da bin ich noch gespannt...das könnte das ganze land in den ruin ziehen!
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Kiran
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Aw: Sparpaket - so ist´s richtig! 16.07.2010 16:35
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Nein. Bei den freiwillig Versicherten in der gesetzlichen Krankenversicherung handelt es sich tatsächlich um eine größere Personenzahl, die auch jederzeit wieder aus der gesetzlcihen Krankenversicherung aussteigen können, aber dann nicht mehr zurückkönnen. Das ist dann die Entscheidung, ob die gesetzliche Versicehrung dauerhaft "zu teuer" ist.
Andererseits können durch Anhebung der Beitragsbemessungsgrenze neue gute Risiken Mitglieder der Krankenversicherung werden. Auch keine kleine Gruppe, wenn die Anhebung stets so erfolgt, dass die Zahl der neuen Mitglieder betreut werden kann.
Was bringt es insgesamt? Das ist die Möglichkeit die Beiträge dauerhaft stabil zu halten und nicht wie in der Politik üblich dauernd auf Sand zu bauen.
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Aw: Sparpaket - so ist´s richtig! 16.07.2010 16:44
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sorry, seepferdchen, aber der gesamte beitrag ist falsch.
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Kiran
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Aw: Sparpaket - so ist´s richtig! 16.07.2010 16:54
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Sorry, Kiran. Aber wenn Du mal in die rechtspolitische Diskussion zum Thema einsteigst, wird nirgendwo bestritten, dass ein Anheben der Beitragebemessungsgrenze ohne höhere prozentuale Beiträge höhere Einnahmen der Versicherung bewirkt. Diese Einnahmen kommen dann sogar noch von sogenannten guten Risiken, die im Schnitt sehr viel weniger Leistungen erhalten, als sie Beiträge zahlen. Das sind die Leute, die aus guten Gründen von den privaten Versicherungen gerne aufgenommen werden. So schlau darf gerne auch mal die Sozialversicherung sein.
Das ist definitiv eine Möglichkeit den Beitragssatz stabil zu halten. Besser wäre es natürlich, direkt eine Bürgerversicherung einzuführen.
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Aw: Sparpaket - so ist´s richtig! 16.07.2010 17:59
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wie viele leute sind es, die von den rund 80 Mio. Einwohnern, von denen viele auch noch dazu beitragsfrei mitversichert sind (eheleute, kinder), die im moment über der BBG verdienen? das ist eine milchmädchenrechnung. klar kommt durch anhebung der BBG von der oberen schicht dann ein paar euronen mehr rein als vorher, aber du darfst dabei nicht vergessen, dass selbst diese risiken entweder von der privaten nicht mehr genommen werden, oder aber geil darauf sind, dass kinder und ehefrau beitragsfrei mitversichert sind, da sie in der privaten - ich wiederhole mich - extrakosten aufwerfen würden. vom leistungsspektrum und der erstklassigen behandlung durch ärzte bei privatpatienten ganz abgesehen.
es wäre ein tropfen auf den heissen stein. mehr nicht. dass die freiwillig versicherten nicht mehr zurück können ist zwar richtig, aber das ist kein argument mehr, seit der private basistarif eingeführt wurde.
freiwillig versichert sind nur:
1. Selbstständige
2. Gutverdiener, die oberhalb der JAEG verdienen und somit Pflichtversicherungsbefreit sind
der erste personenkreis hat nur dann überhaupt was mit der BBG zu tun, wenn er oberhalb der BBG verdient und deswegen den höchstsatz zahlen muss. das nimmt derjenige NUR in kauf, wenn er in der PKV seine Kinder und Ehefrau/-mann mitversichern müsste, oder halt nur die kinder oder nur die frau/den mann. ansonsten gibt es KEINEN grund, sich weiterhin gesetzlich zu versichern, es sei denn, er/sie wird von der privaten nicht mehr genommen.
der zweite personenkreis ist tatsächlich meistens ein gutes risiko...da ist es aber meist noch drastischer - die verdienen entweder so viel, dass sie überhaupt nicht mit der gesetzlichen in kontakt kommen, oder es trifft selbiges zu wie bei der ersten personengruppe - sie wollen geld sparen, weil sie die kinder oder den partner, oder beie mitversichern müssen.
jetzt überleg doch mal, wie viele selbstständige auf wie viele nichtselbstständige treffen! wie klein die spitze der topverdiener oberhalb der BBG ist! es ist ja nicht wie mit dem spitzensteuersatz und dessen progression...es würde ja einfach der gleiche anteil von einer höheren summe hereinkommen...und es würde für viele freiwillig versicherte einfach auch noch ein argument GEGEN die GKV darstellen.
ich kann dir in keinem einzigen punkt recht geben!
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Kiran
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Aw: Sparpaket - so ist´s richtig! 19.07.2010 12:09
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Hallo Kiran,
zunächst einmal wirst Du mir Recht geben müssen, dass die Abschaffung der Beitragsbemessungsgrenzen in der Kranken- und Pflegegeversicherung dazu führt, dass höhere Einnahmen in der Kranken- udn Pfelgeversicehrung erzielt werden. Wie hoch die Mehreinnahmen sind, ist Frage der statistischen Herleitung und keine Frage der Milchmädchen.
Es gibt selbstverständlich interessierte Personen und Kreise, die eine Abschaffung der Beitragsbemessugnsgrenze nicht wollen. Allen voran, die Bezieher höherer udn höchster Einkommen auf Arbeitnehemrseite, die hier Privlegien behalten wollen, die es ihnen erlauben zum eigenen Nutzen wirtschaftliche Entscheidungen zu treffen. Zum anderen haben die privaten Versicherungen hier ein Interesse die guten Risiken auch künftig zu versichern. Denn eines dürfte klar sein: Eine Änderung gäbe es voraussichtlich nur mit Übergangsregelungen, die einen Verbleib bereits privat versicherter Personen in der privaten Versicherung ermöglichen würde. Und auch da sollten wir uns klar sein, dass die "sachlichen" Ratschläge auch oft von den eigenen Interessen beeinflusst werden. Allerdings belegen auch Länder mit einer Bürgerversicherung, dass dort das Geschäft der Privaten nicht schlecht ist. Es geht um den dann begehrten Bereich der privaten Zusatzversicherungen.
Die Zahl der Mitglieder der DRV habe ich dabei mit 52,22 Mio. Mitgliedern und diejenige der gesetzlcihen Krankenversicherungen mit 51,1 Mio. Mitgliedern angegeben gesehen. Das soll ermöglichen, so eine Statistik, die ich noch einmal raussuchen müsste, dass das Abschaffen der Beitragsbemessungsgrenze eine Senkung des Beitragssatzes um ca. 1% ermöglichen würde. Fraglich ist, ob das als zu gering angesehen wird. Allerdings noch einmal: Gute Risiken, die hohe Beiträge bezahlen sind gut für die Beitragsstabilität in der gesetzlichen Krankenversicherung. Auf Egoismen einer Minderheit darf beim Bestand und der Funktionsfähigkeit der Sozialversicherung auch dann keine Rücksicht genommen werden, wenn die privaten Versicherungen ungewöhnlich gute Spender in Parteikassen sind.
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Letzte Änderung: 19.07.2010 12:12 von Seepferdchen.
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Aw: Sparpaket - so ist´s richtig! 19.07.2010 21:10
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[quote]zunächst einmal wirst Du mir Recht geben müssen, dass die Abschaffung der Beitragsbemessungsgrenzen in der Kranken- und Pflegegeversicherung dazu führt, dass höhere Einnahmen in der Kranken- udn Pfelgeversicehrung erzielt werden. Wie hoch die Mehreinnahmen sind, ist Frage der statistischen Herleitung und keine Frage der Milchmädchen.
/quote]
jetzt sind wir also schon bei der ABSCHAFFUNG der BBG? sprich ganz egal wieviel einer verdient, es wird IMMER der volle satz angerechnet werden?! wenn es dazu kommt, dann kann ich dir hier gleich direkt mal die milchmädchenrechnung präsentieren.
ein gutes risiko: Manager, angestellt, verheiratet, 2 Kinder, Monatsbrutto 12.000 flocken
beitragssatz für die GKV 15,5% ab 01/2011
damit hier auch laien mitkommen: der beitrag wird von arbeitnehmer und arbeitgeber gemeinsam finanziert. der arbeitnehmer zahlt die hälfte und on top nochmal 0,9% für krankentagegeld und zahnersatz. daraus folgt:
Kosten für die GKV mit aktueller BBG (3.750 Euro): Arbeitnehmeranteil: 8,2% = 307,50€
Arbeitgeberanteil: 7,3% = 273,75€
Das sind im Moment die höchsten Kosten, die im Jahr anfallen können. der einfachheit halber lasse ich mal das neue gesetz zur versteuerung unangetastet!
Kosten nach abschaffung der BBG: Arbeitnehmeranteil: 8,2% = 984€
Arbeitgeberanteil: 7,3% = 876€
das ist in dem Fall mehr als das DREIFACHE! Sowohl für Arbeitnehmer, als auch für Arbeitgeber. Dies hat zur folge, dass deutsche unternehmen NULL konkurrenzfähig sind, da die lohnnebenkosten in dieser höhe absolut nicht mehr tragbar wären!
das ist aber noch gar nicht der punkt! du meinst, dass es um "gute risiken" gehen soll! nehmen wir an, der kerl ist um die 40 und noch bester gesundheit... warum sollte der überhaupt in der Gesetzlichen Krankenversicherung bleiben? die private wäre in dem fall weitaus günstiger, er könnte sich 7% vom höchstsatz der GKV aktuell noch von seinem arbeitgeber bezuschussen lassen und hat ein ENORM verbessertes leistungsspektrum!
an privaten zusatzversicherungen ist doch im vergleich zu privaten vollversicherungen überhaupt nichts verdient! das steht doch in überhaupt keiner relation!?
es hat auch wenig mit den spendengeldern der parteikassen seitens der privatversicherer zu tun. ohne private krankenversicherung strauchelt der medizinische fortschritt enorm...meiner meinung nach sollte auch bei einer anhebung der BBG, die übrigens JEDES verdammte jahr stattfindet, der daraus resultierende mehrbeitrag lieber in MEHR LEISTUNG als in WENIGER BEITRAGSSATZ investiert werden. die leistungen der GKV nehmen nämlich stetig ab. das ist das wahre problem.
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Kiran
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Aw: Sparpaket - so ist´s richtig! 20.07.2010 14:34
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Was ist das für ein merkwürdiger Tonfall für eine freundliche Diskussion. Also "wir" sind jettz angeblich "schon bei der Abschaffung der Beitragsbemessungsgrenze". Sind wir nicht. Wir hatten von Anfang an eine sehr unterschiedliche Meinung, bei der ich dann von Anfang an für die Abschaffung der Beitragsbenmessungsgrenze eintat.
Eine Idee, die nicht so originell ist, wie Deine Art darauf zu antworten suggerieren könnte. Es ist schon in der bekannten und verbreiteten Idee einer Bürgerversicherung ohne Beitragsbemessungsgrenze enthalten.
Ohne private Krankenversicherungen soll also der medizinische Fortschritt straucheln? Mensch. Was willst Du damit behaupten? Die neuen Meidkamente kommen auf den Markt, wenn das Patent für ein altes Mittel gerade abläuft. Sinnvoll ist ein neues Medikamnet aber nur, wenn damit eine Kranheit behandelt werden kann, die vorher nicht behandelt werden konnte oder alternativ ein neues Mittel weniger Nebenwirkungen hat. Das ist in Deutschland bei der Zulassung eines neuen Meidkamentes aber nicht üblich und es ist im Gegensatz zur Gesetzeslage in anderen Ländern nicht vorgeschrieben.
Aus damit rein wirtschaftlichen Interessen der Firma an einem Medikament mit Patentschutz werden dann alle vorgeschriebenen Tierexperimente und Menschenversuche durchgeführt. Betrifft das privat Versicherte mehr als gesetzliche Patienten? Nur dann wenn die prvat Versicherten, und das dann wohl unwissentlich oder verantwortungslos aufgeschwatzt, in die Menschenversuche einbezogen werden. Ein Ruhmesblatt für private Versicherungen wäre das nicht. Ich sehe aber in dem Punkt nicht, dass Deine Äußerung überhaupt der Wahrheit entspricht.
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Aw: Sparpaket - so ist´s richtig! 20.07.2010 15:20
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sorry, wenn ich mich im ton vergreife, aber wenn es einfach mal zu weit in die linke ecke geht, dann fahr ich grundsätzlich die krallen aus. ich bin durchaus dafür, dass reich mehr zahlt als arm, aber was zu weit geht ist zu weit. du musst doch selbst sehen, dass das illusorisch ist! was machst du mit derzeit privat vollversicherten, wenn du eine bürgerversicherung einführst und damit jeden in die gesetzliche zwingst? bist du dir darüber im klaren, was das für die leistungen der GKV bedeuten wird? wenn du keinerlei möglichkeit mehr hast, der gesetzlichen zu entfliehen, können die gesetzlichen damit RECHNEN, dass sie mehreinnahmen bekommen und ihre leistungen stück für stück kürzen, um sich gesundzustoßen. durch die zusätzliche nachfrage nach privaten zusatzversicherungen steigt natürlich da auch noch der preis und du hast im endeffekt wieder die lücke zwischen arm und reich - zwischen privat und gesetzlich, nur wird sie deutlich höher ausfallen!
und wer refinanziert die forschung, die patente, die hinter neuen medikamenten und behandlungsmethoden stehen? der end"verbraucher"...der patient...und somit dessen versicherung. die gesetzlichen zahlen doch nur noch das nötigste. wenn es dabei bleibt, gibt es keinen finanziellen anreiz mehr, produkte zu entwerfen, die den medizinischen standard übertreffen...das muss doch einleuchten!? wer studiert schon gerne jahre lang pharmazie oder medizin, forscht dann, ewig und verdient am ende nichts daran, weil das medikament keinen platz im leistungskatalog der gesetzlichen findet und man am ende mit leeren händen da steht, weil sich keiner das produkt leisten kann...
aber eigentlich will ich auf die dreitausend folgewirkungen auch gar nicht weiter eingehen...
bist du von dem was du da schreibst echt tatsächlich überzeugt?!
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Kiran
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Aw: Sparpaket - so ist´s richtig! 20.07.2010 21:42
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So. Da haben wir ja Deine Allergie festgestellt. Du stellst bei jeder einzelnen politischen Meinung erst einmal fest, von welcher Partei das vertreten wird und dann ist das Anlass genug, ihn scharf anzugehen. Fragt sich, ob Du das alles selber aus eigener Meinung oder aus Partei-Linientreue vertrittst. Mensch, mach Dir mal bewusst, dass das alles Ergebnis zum Teil erbitterter Abstimmungen innerhalb der Partei ist und wirklich nichts mit zwingenden Überzeugungen einer unfehlbaren Partei zu tun hat.
Nicht zu Unrecht wirft die CSU, die von Dir ja vielleicht noch einigermaßen akzeptiert wird, CDU und FDP vor, dass die Einführung der Kopfpauschalen in der Krankenversicherung Unfug ist. Woher soll ein Mensch noch das Geld für eine Kopfpauschale nehmen, der gerade mal so eben mit seinem Geld hinkommt? Sinn der Sozialversicherung ist, dass der Stärkere auch für die Schwächeren aufkommt. Wer 2.400,00 € verdient, zahlt eben dreimal so viel Beitrag wie jemand, der nur 800,00 € verdient. Aber es ist der gleiche Prozentsatz und das ist noch fair.
Wenn jeder als Kopfpauschale den Beitrag zahlt, der von einer Person mit 800,00 € bezahlt werden kann, ist das erforderliche Leistungsspektrum aber nicht mehr aufrecht zu erhalten. Wenn jedeR zahlen soll, was der mit 2.400,00 € zahlen kann, ist es für einige nicht mehr bezahlbar. Dann aber aus Steuermitteln aushelfen, obwohl doch die Steuern gesenkt werden sollen? Das ist entweder unfähig oder unehrlich, das zu vertreten. Eine Milchmädchenrechnung. Und da passt der von Dir so geliebte Begriff Begriff dann einmal. Die Wahrheit wird sein, dass dann vermehrt berufstätige Personen erst einmal im Rahmen ihrer Unterhaltspflichten für Kinder und in Rente befindliche Eltern noch mehr zahlen müssen. Familienfreundlich?
Dann kommen wir zu den Auswirkungen wer bei dem Projekt Kopfpauschale drauflegt: Es sind Familien mit nicht arbeiten gehenden Partnern oder Partnerinnen, volljährigen Kindern, die noch nicht im Beruf sind, Rentner, … Angeblich soll ja etwas für Familien getan werden. Aber doch nicht, indem in die eine Tasche eine Kleinigkeit reingesteckt wird und dann unbeobachtet aus der anderen um so mehr rausgezogen wird.
Mir ist aber bewusst, dass es dem Menschenbild der CDU und FDP entspricht, dass der Reiche als fleißiger, klüger und charaktervoller angesehen wird und ihm mehr Fürsorge gelten soll als dem Armen.
Was habe ich gefordert? Das alle den gleichen Prozentsatz in der Krankenversicherung bezahlen. Das ist durch Abschaffung der Beitragsbemessungsgrenze zu verwirklichen. Was an dieser Möglichkeit illusorisch ist, bleibt Dein Geheimnis. Warum genau das entgegen allen Expertenmeinungen nicht zu stabilen Mehreinnahmen und besseren Risiken führen sollte, bleibt ebenfalls Dein Geheimnis. Aber ob es politisch gewollt ist oder nicht, ist eine andere Frage.
Die jetzt schon privat Vollversicherten habe ich in einem meiner Beiträge schon angesprochen. Ich schrieb, dass es da die üblichen Übergangsregelungen geben würde. Als Experte würdest Du jetzt wissen, dass die üblichen Übergangsregelungen dann vorsehen, dass bereits hinreichend und voll versicherte Personen in der privaten Versicherung bleiben dürfen. Als Beispiel empfehle ich Dir da die Lektüre der entsprechenden Übergangsregelungen im Künstlersozialversicherungsgesetz, der Alterssicherung bei den Landwirten, bei der Einführung von Versorgungswerken für Freiberufler u.s.w. - immer das gleiche.
Und trotzdem noch ein Wort zum „Zwingen“ in die gesetzliche Versicherung: Ab wann ist der Mensch ein Mensch, den Du zwingst und ab wann nicht mehr? Ich denke da an das Menschenbild. Zudem: Ist Dir total unbekannt, dass Länder mit stabiler Sozialversicherung – ich nenne da mal die Schweiz – das genau so machen, ohne rechts, links oder sonstwas zu sein? Die sind einfach nur vernünftig in dem Punkt.
Und lass doch mal das Märchen fallen, dass die privaten Versicherungen die Erforschung neuer Medikamente bezahlen. Es handelt sich da bekanntermaßen um eine private Versicherung und nicht um eine gemeinnützige Einrichtung für die Erforschung von teuren Medikamenten mit frischen Patenten. Wie schon angedeutet: Für die absolute Mehrzahl der Medikamente besteht keinerlei medizinischer Bedarf. Weder bekämpfen die eine Krankheit, die bislang nicht behandelbar war, noch sind das Mittel mit weniger Nebenwirkungen. Unser Recht lässt aber im Gegensatz zu anderen Ländern (leider) zu, dass diese Mittel mit immer neuen Menschen- und Tierversuchen auf den Markt kommen.
Ich hoffe, Du bist in der Lage, mir da geistig zu folgen. Ich will mich nicht endlos wiederholen.
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Aw: Sparpaket - so ist´s richtig! 20.07.2010 23:34
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also um vorneweg mal fahrt rauszunehmen: ich übersehe jetzt absichtlich mal sämtliche spitzen, die du mir entgegengebracht hast und bei deren verschleierung du dir dieses mal auch gar keine mühe mehr gemacht hast. sieh es als eine art emotionales, nicht aber inhaltliches friedensangebot!
nein, ich habe selbst keinerlei parteibindung in irgendwelcher form, ich habe nur schon extrem viele diskussionen mit leuten aus der ganz linken ecke führen dürfen. v.a. mit leuten, deren standpunkt ich jetzt auf basis dieses gesprächs noch viel weiter links einschätzen würde als deinen. mit links meine ich weder radikal, noch die partei, noch die wiederauferstehung des sozialismus.
zum ersten punkt: ja, die kopfpauschale ist wirklich mehr als nur grenzwertig und würde die arm-reich-lücke weiter auseinander klaffen lassen. du hast vollkommen recht - nur habe ich nie erwähnt, dass ich für die einführung einer kopfpauschale bin!
dennoch: in einer gesellschaft, in der marktwirtschaft nicht nur im inland, sondern heutzutage vor allem global betrieben wird, ist das überleben einer volkswirtschaft auch davon abhängig, dass unternehmer und besserverdienende - das "obere drittel", die dank steuerprogression eh schon einen großteil der steuereinnahmen beisteuern - weiterhin einen anreiz haben, hier in deutschland zu leben und weiterhin diese dringend benötigten steuerabgaben leisten! deine ganzen gespickten, "guten" risiken, die du dank aufhebung der BBG zur kasse bitten willst, haben bald einfach keine lust mehr und wandern ab...auch Arbeitgeber, die auf gewisse manager mit sehr hohen qualifikationen (die zweifelhaft sein können, keine frage) angewiesen sind, würden sich hier an den lohnnebenkosten ja noch mehr tot-zahlen. jetzt ist deutschland eh schon so ein land, das sehr sehr hohe lohnnebenkosten hat. bei mir um die ecke hat es erst vor ein paar jahren wieder zugeschlagen - AEG, einer von nürnbergs größten arbeitgebern...komplettes werk dicht -> zack ab nach polen. direkt gegenüber hatte quelle ihren hauptsitz -> wenn du dort aussteigst bist du in einer geisterstadt! deutschland ist zudem noch so stark auf exporte und somit auf andere länder angewiesen wie kein zweites land. da ist es doch wichtig, dass nicht nur der vertrieb, sondern auch die produktion in deutschland bleibt...wenn die löhne aber für den arbeitgeber noch teuerer werden, dann seh ich auch da langsam schwarz.
sicher gibt es einen weg, wie du die vollversicherten wieder in die gesetzliche zurückeingliederst...womöglich wird sowas aber nicht ohne zuckerlis und bonbons ablaufen!
mir ist KLAR, dass die private krankenversicherung kein sozialer verein ist, der nur deswegen überhaupt besteht, damit hier neue medikamente und behandlungsmethoden erforscht werden. aber sie sind indirekt - ohne dieses ziel selbst zu verfolgen - ein motor für forschung und verbesserung der medizinischen bedingungen... kein arzt hat mehr bock auf kassenpatienten. an denen verdient er nicht genug. heilbehandlungen für privatpatienten sind teilweise echt auf einem GANZ anderen niveau.
die sache mit den menschenversuchen stört mich nicht. ein mensch wird über das risiko aufgeklärt und finanziell entschädigt...dass tierversuche untragbar und größtenteils sinnfrei sind, brauchen wir hier nicht auch noch zu diskutieren.
wenn du mir die bücher nochmal mit titel aufschreiben würdest, dann guck ich mir die gerne mal im urlaub an und geb dir rückmeldung, ob sie etwas in meiner denkweise verändert haben.
und nochmal: auf meiner stirn ist weder ein FDP, noch ein CSU/CDU-stempel... mein wahlschein hatte in der gegend auch noch nie ein kreuz.
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Kiran
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Aw: Sparpaket - so ist´s richtig! 21.07.2010 16:36
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Ach Gott. Wenn Du ständig austeilst, musst Du auch einmal einstecken können.
Und es gibt Punkte, in denen wir nie zusammen kommen werden. Greife ich doch mal direkt heraus, dass Dich die Sache mit den Menschenversuchen nicht stört. Für mich ist der Umgang mit Mensch und Tier eben auch von Mitgefühl und Ethik geprägt. Wenn also mit dem Ziel ein neues Patent für ein Medikament zu erhalten, für das es keinen Bedarf gibt, finde ich das ethisch weder für Tierversuche noch für Menschversuche vertretbar.
Ich habe es schon mehrfach gesagt, aber die ethische Bedeutung dessen scheint Dir in der grenzenlosen Wiederholung von Werbemärchen des medzinischen Fortschritts zu entgehen:
Tausende neue Medikamente kommen auf den Markt. Sie bekämpfen keine Krankheit, die bislang nicht bekämpft werden konnte. Sie haben auch keine Nebenwirkung ausgeschaltet. Sie dienen einzig und allein dem Verkauf teuer Medikamente statt bereits existierender Medikamente mit abgelaufenen Patent. Das ist die absolute Hauptarbeit der Forschung im Bereich Pharma.
Für die Erforschung dieser ersichtlich nicht erforderlichen Medikamente werden Leiden und Tod von Menschen und Tieren hingenommen. Bemerkenswert, dass Du als Teilnehmer eines vegetarischen Forums das nicht einmal ablehnst. In der Meinung werden wir nie zusammen kommen.
Privatpatienten sind also echt auf einem ganz anderen Niveau??? Sorry. Aber kannst Du Deine PR-Arbeit nicht etwas dezenter machen und die Märchen weglassen. Ist es denn Dein Job, den ganzen Tag online zu sein?
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Aw: Sparpaket - so ist´s richtig! 21.07.2010 17:24
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ich gehe auf weitere spitzen auch nicht ein und finde deinen ton extrem unprofessionell. aber gut, du bist alt genug, um über deinen tonfall und wie du mich hier angehst selbst zu entscheiden. du verlässt zunehmend die sachebene und gehst fast schon ausschließlich emotional vor.
Ja, richtig, da kommen wir wirklich nicht zusammen, DENN:
ich halte es für essentiell, dass in unserer gesellschaft den leuten nicht das selbstständige denken abgenommen wird. ob ich mich als proband für die pharma-industrie zur verfügung stelle, bleibt mir selbst überlassen! nicht zu unrecht musst du für solche geschichten zwingend volljährig sein. das ausnutzen von wirklich armen menschen finde ich an dieser stelle natürlich auch nicht gut, aber im endeffekt muss doch jeder immer noch wissen, was er mit seinem körper anstellen lässt! gleiches gilt für raucher, säufer und junkies!
von welchen werbemärchen sprichst du bitte? nur zu deiner information: ich bin schadenregulierer für eine große schweizer versicherung. im haus sitzt auch die leistungsabteilung eines sehr großen privaten krankenversicherers...mit einigen kollegen stehe ich praktisch jede mittagspause im stetigen austausch. ich weiss nicht aus irgendwelchen büchern, sondern aus allererster hand, was die unterschiede im leistungsspektrum auch im einzelfall ausmachen können. beispiel gefällig? oder ist es sinnlos, damit überhaupt anzufangen, weil du es gar nicht an dich heran lässt?
selbstverständlich werden in erster linie patente aufgesetzt, die profit herausschlagen. du stellst dich auch nicht in die arbeit, um hinterher mit leeren händen nach hause zu gehen. trotzdem hat sich die durchschnittliche lebenserwartung in den letzten jahren drastisch erhöht. die leistungen der gesetzlichen hätten dies alleine niemals stemmen können.
ich werde experimente an tieren NIEMALS dulden! in allererster linie aus ethischen gründen, jedoch auch, weil mittlerweile nachgewiesen wurde, dass es auch wissenschaftlich in aller regel überhaupt keinen SINN macht, weil menschen ganz anders auf die selben testreihen reagieren können...bzw. medikamente in ganz anderer form anschlagen.
JA! Privatpatienten befinden sich auf einem GANZ anderen niveau. das fängt damit an, dass du leichter an einen termin kommst. zusätzlich hast du nur so direkten zugang zu spezialisten, zu denen du als kassenpatient allerhöchstens verwiesen werden kannst, wenn du nur noch den kopf unter dem arm durchtragen kannst. voraussetzung ist natürlich der richtige tarif...die nachbehandlung durch medikamente ist auch eine ganz andere. es gibt präparate, die einfach um ein vielfaches wirkungsvoller sind und behandlungsmethoden, die sich mit den gesetzlich vorgeschriebenen schon gar nicht mehr vergleichen lassen.
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Kiran
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