Düsseldorf (ddp-nrw). Drei Jahre nach dem Orkan «Kyrill» sind nach Ansicht der Regierung die meisten Schäden in den nordrhein-westfälischen Wäldern beseitigt. «Unsere schnelle Hilfe hat gewirkt. Auch wenn die Schäden im Wald noch viele Jahre lang sichtbar sein werden und viele Waldbesitzer noch unter den Folgen zu leiden haben, können wir eine positive Bilanz des Katastrophenmanagements ziehen», sagte Umweltminister Eckhard Uhlenberg (CDU) am Sonntag in Düsseldorf.
Am 18. Januar 2007 waren nach der wohl größten Naturkatastrophe, die NRW jemals heimgesucht hatte, große Teile des Waldes vor allem in Südwestfalen verwüstet worden. 15 Millionen Festmeter Holz waren gefallen, das entspricht etwa der vierfachen Menge des normalen Jahreseinschlags.
Direkt nach der Katastrophe hatte die Landesregierung 100 Millionen Euro an finanzieller Hilfe zur Verfügung gestellt. Für forstliche Maßnahmen gab der Bund noch knapp zehn Millionen Euro Sondermittel aus der Gemeinschaftsaufgabe für Agrarstruktur und Küstenschutz. Dazu kamen 101 Millionen Euro aus dem Solidaritätsfonds der Europäischen Union - das sind etwa 60 Prozent der Summe, die der Bundesrepublik für die «Kyrill»-Bewältigung zur Verfügung gestellt wurde.
Mit «einer enormen Kraftanstrengung aller Beteiligten und mit den großzügigen finanziellen Hilfen von Land, Bund und EU» habe die Katastrophe gemeistert werden können, sagte Uhlenberg. Man habe aus dem Ereignis seine Lehren gezogen. «Die Wiederaufforstung steht zum Beispiel ganz unter dem Zeichen der Anpassung an den Klimawandel in Bezug auf Bodenerosionen und die Standfestigkeit von Bäumen», erklärte der Minister.
(Quelle: www.yahoo.com(ddp))
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