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Die Stadt Ulm hat eine von Tierschützern geplante, öffentlich inszenierte "Tier-Kreuzigung" untersagt. Dies sei grob anstößig und sittenwidrig. Die Organisation PETA wollte mit der Aktion auf das Leiden von Tieren in der Massentierhaltung aufmerksam machen. Die Tierrechtsorganisation aus Gerlingen bei Stuttgart
wollte am Ulmer Stadthaus mit drei als Lamm, Schaf und Kalb verkleideten Aktivisten eine Kreuzigungsszene darstellen. Die Stadt untersagte PETA, bei ihrer Protestaktion eine Kreuzigungsszene auch nur anzudeuten. In diesem Fall würde die Polizei einschreiten. Daraufhin sagte PETA die Aktion ab, behält sich aber rechtliche Schritte vor.
Als die geplante Aktion bekannt wurde, hatte der evangelische Dekan der Stadt, Ernst-Wilhelm Gohl, dagegen protestiert. Es sei gotteslästerlich und ein Missbrauch der Karwoche, das Leiden und Sterben von Jesus Christus mit dem Leiden von Tieren zu vergleichen. Aus christlicher Sicht dürfe der Mensch zwar nicht achtlos mit "Mitgeschöpfen" umgehen und sollte durchaus Missstände etwa in der Massentierhaltung benennen, doch müsse nach biblischer Ethik deutlich zwischen der Tötung eines Menschen und der eines Tieres unterschieden werden.
Nach Ansicht von PETA schließt das fünfte Gebot "Du sollst nicht töten" alle Lebewesen ein – auch die Tiere.
(Quelle: http://www.swr.de)
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