Stralsund (ddp-nrd). Die Weiße Flotte in Stralsund hat die für Dienstag angekündigte Entscheidung über eine Fortsetzung touristischer Schiffsausflüge zu den Robbenbänken im Greifswalder Bodden auf kommende Woche vertagt. Zunächst müssten die drei Testfahrten im Dezember vergangenen Jahres in Bezug auf ihre Umweltverträglichkeit und Wirtschaftlichkeit ausgewertet werden, sagte ein Reedereisprecher am Dienstag in Stralsund.
An Bord des Fahrgastschiffs «Schaprode» hatten Ende vergangenen Jahres insgesamt rund 250 Gäste die Gelegenheit genutzt, die wieder im Greifswalder Bodden heimisch gewordenen Kegelrobben aus etwa 400 Metern Entfernung zu beobachten.
Die Reederei, die bereits seit Jahren auch Urlauber zu abendlichen Schiffstörns zu den Kranichschlafplätzen in der Rügen-Bock-Region lädt, will künftig während der Saison mit bis zu 200 Passagieren an Bord die Robbenplätze ansteuern. Dabei sollen die Fahrten von Biologen und Rangern begleitet werden, die die Einhaltung strenger Tierschutzrichtlinien überwachen und die Gäste über das Leben der Robben aufklären sollen.
Das Projekt wird von Experten des Bundesamtes für Naturschutz (BfN) unterstützt. Dagegen hatten Umweltorganisationen wie der BUND und der WWF Bedenken angemeldet, weil sie auf Dauer eine Störung der Wildtiere befürchteten.
(ddp)
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