Dieses Schwein hatte kein Glück: In Hamburg ist eine U-Bahn mit einem Wildschwein zusammengestoßen und entgleist. In der Geschichte des Großstadt-Verkehrsbetriebs ist das bisher einmalig.
Hamburg - In der Dunkelheit des Sonntagabends ist ein Wildschwein unter eine U-Bahn der Linie 1 geraten. Gegen 19.30 Uhr stieß der Zug mit dem Tier vor der Endhaltestelle Ohlstedt zusammen, sagte eine Hochbahn-Sprecherin SPIEGEL ONLINE. Kurze Zeit später entgleiste er. Verletzt wurde niemand. Zum entstandenen Sachschaden liegen noch keine Erkenntnisse vor.
Durch das Überfahren des Tiers sei die Kupplung beschädigt worden, sagte die Sprecherin. Ein Metallteil habe sich gelockert und sei bei Einfahrt in die Haltestelle in eine Weiche gefallen. Dadurch seien die beiden ersten Achsen aus dem Gleis gesprungen. Die Evakuierung der U-Bahn gestaltete sich bei all dem Pech einfach: Die U-Bahn hatte den Ohlstedter Bahnsteig bereits erreicht, die 13 Fahrgäste konnten einfach aussteigen.
Einen Unfall mit einem Wildschwein habe es in der Geschichte der Hamburger Hochbahn noch nie gegeben, sagte ein Sprecher. Das Tier sei bei dem Unfall getötet und anschließend zu einem Förster gebracht worden. Am Montag war die Strecke bereits wieder befahrbar.
Im nördlichen Hamburger Stadtteil Wohldorf-Ohlstedt befindet sich der Duvenstedter Brook, eines der größten Naturschutzgebiete der Hansestadt, in dem auch Rothirsche und Damwild leben.
(Quelle: www.spiegel.de)
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