Handel mit Hundewelpen

Tausende Hundewelpen werden jedes Jahr aus Osteuropa nach Deutschland gebracht und hier verkauft. Die Transporte sind häufig eine Quälerei für die Welpen, die meist schon nach vier oder sechs Wochen von ihren Muttertieren getrennt worden sind. Weil die Hunde meist mit gefälschten Papieren verkauft werden und nicht geimpft,...

sind werden sie häufig krank, einige sterben. Westpol hat sich auf die Spur des schmutzigen Geschäfts mit Hundewelpen gemacht.

Die Zahl der Hunde steigt - um 300.000 allein in den letzten zehn Jahren. Doch seriöse Züchter verkaufen immer weniger Welpen. Das Geschäft machen zunehmend Billiganbieter, die Hunde schon für 100 bis 200 Euro anbieten. Angeblich sind sie gesund, geimpft und artgerecht groß geworden. In Wahrheit machen diese Händler den schnellen Euro

Hier beginnt das Geschäft. Ein Tiermarkt in Ungarn – heimlich gefilmt von der Tierschutzorganisation vier Pfoten. Viele der Welpen sind gerade vier Wochen alt –und ohne Abwehrkräfte – viel zu schwach für einen langen Transport. Andere haben keine oder gefälschte Impfpässe und sind krank. Birgit Thiessmann hat die Aufnahmen gemacht und zeigt sie WESTPOL. Händler aus Deutschland, berichtet sie, haben keine Skrupel, die Welpen zu kaufen, denn für sie zählt nur der Preis:

Birgitt Thiessmann, Tierschutzorganisation Vier Pfoten: "Wenn man davon ausgeht, dass ein Hund 20 Euro kostet und ich verkaufe den für 500 bis 600 Euro, dann kann man sich ausrechnen, was dabei herausspringt."

Die Welpenstube Winkel ist einer der größten Importeure - Hunde aus Osteuropa heißt das Geschäftsmodell, gibt der Inhaber zu, vor der Kamera will er es nicht sagen. In diesem Riesenzwinger hinter Glas sind regelmäßig mehr als 100 Welpen vorrätig. 32 Rassen sind im Angebot. Massenware. Auf den Werbeseiten im Internet wird die Herkunft der Tiere verschwiegen.

Der Welpe Dusty

Dusty - Gekauft bei Welpenhändler Winkel. Laut Papieren kommt der Hund aus Tschechien. Monika Krebs schienen Händler und Tier auf den ersten Blick in Ordnung. Doch die Probleme begannen schon auf der Heimfahrt.

Monika Krebs: "Auf den Rücksitz hatte ich eine Decke gelegt und habe ihn draufgelegt, Enkelchen saß daneben und hat nicht lange gedauert: Oma musst halten, der Hund hat gebrochen ...und das ist uns dreimal passiert bis wir hier zuhause waren. Da legte er sich hin und stand nicht mehr auf. Hat weder gesessen noch gesoffen und ich sagte: Der Hund verhungert uns vor der vollen Futterschüssel."

Seither stapeln sich die Tierarztrechnungen. Mehrere 100 Euro mussten Familie Krebs schon zahlen. Die Diagnosen: Nahrungsverweigerung, eitriger Nasenausfluß, Lungenentzündung, Schuppenflechte, nicht ausgereifte Hoden. Mit anderen Worten: Dusty war todkrank. Der Händler lehnt dafür jedoch jede Verantwortung ab.

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