• 1. November 2015 um 11:18

    Den derzeitigen Stand des Wissens und der Erprobung beschreibt Jörg Ullman ( Paracelsus Magazin 3/2016 Beitrag 16 ): Algen als natürliche Vitamin B12 Quellen – wobei z.B. Spirulina als wertlos beschrieben wird, was aus Wikipedia und einem Urteil des OLG Hamm schon eine Weile bekannt ist.
    Chlorella dagegen bedürfe nur noch einer breiteren klinischen Untersuchung an vielen Probanden.

    Am Markt findet man Presslinge ( meist 400 mg ) im Preis von 4 bis 10 ct. ( pro 400 mg ) aus dem südchinesischen Meer bis Heidelberg.
    Vitamin B12-Gehalt von 0,6 bis etwa 1 µg pro Gramm Chlorella.
    Seriöse Tagesmengenempfehlungen gehen bis 2 g Chlorella tgl., das ist aber nicht jedem zuträglich.
    Sowohl natürliche Inhaltsstoffe wie Polisacharide ( treiben die Immunabwehr hoch ) als auch mögliche Rückstände aus der Umwelt (PAK aus Dieselabgasen ) können Probleme verursachen.

  • 2. November 2015 um 14:42

    „Zahlreiche Laborexperimente und Tierversuche belegen die propagierten Eigenschaften der Alge. Bisher weitgehend ungeklärt ist, inwieweit die gemessenen Effekte von Chlorella auch für den Menschen relevant sind und die bekannten schützenden Effekte von…“

    Originaltext des Präparates.

    Nix für Veganer!!!!!

  • 2. November 2015 um 15:24

    Chlorella ist immerhin ein natürliches Produkt und wird von vielen Anbietern aus ökologischer Erzeugung angeboten. Der zitierte Jörg Ullman ist nicht so skeptisch, und viele andere.

    Der Witz besteht auch darin, dass wohl gesunde junge Leute sich damit wohl anfreunden können und es auch tun – und dadurch evt. andere Produkte ( vor allem die Wahnsinnsdosen der pharmazeutischen Ergänzungsmittel ) reduzieren.

    Der Erfolg oder Misserfolg kann problemlos mit dem B12 Urintest kontrolliert werden.

    Leider gibt Dagmar weder den Namen des Präparates preis noch den ganzen Text.

    Die verschiedenen ( biologisch zertifizierten ) Anbieter haben sicher auch verschiedene Motivationen, bei einigen habe ich auch nachgefragt. Außerdem sind mir mehrere internationale wissenschaftliche Publikationen aus den Jahren 2010 bis 2014 bekannt, die einige biochemischen Eigenschaften und Wirkungen von Chlorella untersucht haben – Chlorella ist auch seit der Entdeckung vor mehr als 100 Jahren eine der sehr gut untersuchten (einzelligen) Mikropflanzen, angefangen mit der Chlorophyllforschung.

     

  • 2. November 2015 um 21:24

    Hab gegoogled.
    Schon in den ersten 3 Ergebnissen steht , dass Tierversuche gemacht wurden. Das reicht!

    Willow Tohi
    Chlorella wird in erster Linie zur Entgiftung und Reinigung des Körpers verwendet. Laut einer russischen Studie cheliert, das heißt entfernt, sie Schwermetalle aus dem Körper. In einer Studie an Ratten wurde demonstriert, wie wirksam sich die Chlorella als Mittel gegen eine Schwermetallvergiftung einsetzen lässt. Bei den Ratten, die mit Chlorella behandelt wurden, blieben auch weniger Gewebeschäden zurück als bei der Kontrollgruppe.

    Auf einer anderen Seite:
    ….Bereits 1975 wurde anhand einer Studie bewiesen, dass Patienten mit einem hohen Cholesterinwert diesen mit der Einnahme der Chlorella erfolreich senken konnten. Im Jahr 1987 konnte in Tierversuchen nachgewiesen werden, dass Chlorella vulgaris* die Blutfettwerte insgesamt normalisieren und gleichzeitig die Arterienwände stärken kann.

  • 4. November 2015 um 16:12

    Jedem das Seine !

    Tierversuche werden leider zu oft gemacht, aber ich bin nicht für Dummheit und Gemeinheit verantwortlich, die sich irgendwo breitmacht. Ich finde es besser positive Ergebnisse zu finden und darauf aufmerksam zu machen.

    Nun ist Chlorella bereits sehr verbreitet im Lebensmittelsektor wie der Kosmetik, wobei ich das nun wiederum nicht besonders positiv finde, weil da halt nur der Sinn fürs schnelle Geschäft dahintersteckt.

    Auch irgend eine Idee oder einen Stoff unters Volk zu bringen, da bin ich nicht dabei.

    Er gilt auszuwählen, sonst landen wir schrittweise bei  tausenden Göttern und hunderten Kasten  wie in Indien, die ja wohl selten als Vorbild gelten  – trotz der einzigartigen kulturellen Werte, die wir jedem Volk verdanken.

    In Deutschland ist es mit letzteren nicht mehr weit her, aber Sekten usf. aller Art gibt es schon.

  • 4. November 2015 um 16:16

    Chlorella macht einige Nudeln und auch Getränke grün ( naja, die Kosmetik), wie beim Hersteller von:  true fruit ( Bonn).

  • 4. November 2015 um 17:16

    Genau! Wie so viele es machen.

    Hirn ausschalten, Gefühle ausschalten,Augen zu und durch.

  • 5. November 2015 um 18:38

    Algenpräparate: Grüne Gefahr                                                           titelte die Stiftung Warentest 2011,

    da so viel „Wundersames“auf Waschzetteln usw. behauptet wurde und schwere Mängel im Testdurchlauf zu finden waren.

    Mittlerweile gibt es jedoch auch von e i n i g e n Anbietern Analysen, dass ihre Präparate keine Belastungen haben.

    Den Vogel schoss nun das Heft VEGAN 9/2015 von Schrot und Korn ab, als es auf Seite 51 über Spirulina berichtete so als ob es evt. auch zur B12-Versorgung beitragen könnte. – Wurde von mir reklamiert.

    Eine solche Behauptung wurde nicht nur wissenschaftlich widerlegt, sondern auch in den Gutachten zum Prozess wegen unlauteren Wettbewerbs dargelegt und daraufhin vom OLG Hamm untersagt zu behaupten.

    Wem die Originale zu aufwendig zu lesen sind, kann auch  kurze Zusammenfassungen in Wikipedia: Spirulina oder von Jörg Ullman ( siehe meine Referenz hier, vom 1.11. ) ansehen.

     

  • 5. November 2015 um 21:54

    http://www.vitaminb12.de/algen/
    Der Vitamin-B12-Gehalt von Algen
    Wie wir gleich sehen werden, kommen überhaupt nur zwei Algen – Chlorella und eventuell auch Nori – als Vitamin-B12-Quellen in Frage. Beide haben jedoch einen großen Schwachpunkt: Das Vitamin-B12 wird nicht von den Algen selbst, sondern von Mikroorganismen produziert, die auf den Pflanzen oder im Boden leben.

    Der B12-Gehalt ist darum massiv von den Anbaubedingungen und dem Vorhandensein dieser Mikroorganismen abhängig – in der Folge kann für keine Gattung eine definitive Aussage über den genauen Vitamin-B12-Gehalt getroffen werden. Selbst beim gleichen Anbaugebiet schwankt der Gehalt unter Umständen von Jahr zu Jahr sehr stark.

    Sogar die Vegan Society rät darum mittlerweile generell davon ab, sich auf pflanzliche B12-Quellen zu verlassen und empfiehlt stattdessen Vitamin-B12-Präparate, die das Vitamin B12 in naturidentischer Form enthalten.

  • 5. November 2015 um 23:06

    Naturidentische Präparate ( der Vegan Society) werden angeboten    mit mehreren Vitaminen und Mineralstoffen, von jeweils mehr als 100% des Tagesbedarfs!

    ( Schon  seit Jahren ist bekannt, wie wenig zuträglich eine überzogene künstliche Zufuhr ist. )

    Da scheinen ja die V.S. ebenso wie Vegan(S&K) nicht gerade gut informiert zu sein !

    Sich auf die chemisch-pharmazeutische Apotheke verlassen passt aber, wenn man sich von  der lebenden Natur immer weiter entfernen möchte, einige träumen schon von einer Weltraumfahrt oder haben sich angemeldet. Schließlich leiden nicht nur Tiere, sondern auch Pflanzen unter der menschlichen Nutzung. – Ganz perfekt soll der Mensch nur wieder werden, wenn er auf alles verzichtet außer Staub, Wasser und vielleicht etwas Fallobst, wie ich von einem Fruktarier erfahren habe.

  • 6. November 2015 um 11:06

    Schwankungen in der Produktion in den Griff zu bekommen ist natürlich eine wichtige Aufgabe – zunächst an die Produktionsleitung, z.B. in Deutschland an die von roquette Klötze.

    Von der wissenschaftlichen Seite scheint diese Frage allerdings noch kaum beachtet worden zu sein, siehe Jörg Ullmann. Prinzipiell gäbe es da verschieden Fragen und Lösungen zu untersuchen.

    Bei Chlorella als menschliche Nahrung, in bescheidenem Umfang, aber nicht unbedeutend, steckt die Entwicklung noch in den Anfängen – so wie ja auch beispielshalber die Kartoffel lange brauchte, bis sie in Deutschland akzeptiert wurde, heute hier mehr als in vielen anderen Ländern.

    Unabhängig vom Stand der allgemeinen Entwicklung ist es möglich, erlaubt und für manche wünschenswert, den Gebrauch von Chlorella selbst zu erproben, sei es zur Entgiftung, Ernährung oder speziell zur B12-Aufbesserung. Den Stand der B12-Versorgung wird empfohlen ( Vegetarierbund etc.), in größeren Abständen regelmäßig zu kontrollieren, wie allgemein Vegetariern bzw. Veganern.

    Immer wieder berichten Vegetarier persönlich, dass sie am untersten Rand des noch akzeptablen B12-Spiegel seien – während Fleischesser meist erhebliche Reserven haben. Es ist noch ein weiter Weg, möglichst mit Naturmitteln, dass Vegetarier da mehr aufholen.

     

  • 7. November 2015 um 22:53

    Ok, eigentlich wollte ich mich nicht schon wieder zum Thema B12 äußern, nun mache ich es halt doch.

    Nein, das Vitamin B12, welches so nett in Algen, Sauerkraut und Co zu finden ist ist nicht das wirksame B12 sonderen meist ein B12 Analoga, das bei der Aufnahme als B12 angesehen wird jedoch nicht wirksam ist, dadurch sogar noch die B12 Aufnahme hemmen kann.

    Und ja, B12 kommt auch natürlich vor, sogar in unserem eigenen Körper. Das B12 wird durch Bakterien gebildet und zwar im Dickdarm. Leider findet die Aufnahme jedoch optimal im Dünndarm statt, also weiter vorne im Verdauungstrakt. Man könnte also das was unten rauskommt oben wieder reingeben um zum natürlichen B12 zu kommen, oder Erde essen vielleicht. Natürlich kann man die Bakterien auch auf einer Nährlösung arbeiten lassen, was etwas hygienischer ist und auch exakter bestimmbar macht wieviel B12 nun wirklich wo ist. Dass das nun unbedingt verteufelt werden muss, weil unnatürlich, kann ich nicht unbedingt nachvollziehen, aber wie gesagt, man kann ja auch das B12 aus dem eigenen Körper wieder zuführen. Nur gibt es dazu keine Verzehrempfehlung.

    Ich nehme also Methylcobalamin ein und mein B12 Status ist im oberen grünen Bereich. Ich habe von meinem Arzt als Begleitung zur Luffakur zwecks der Entgiftung Chlorella verschrieben bekommen. Die habe ich aber nicht gleichzeitig mit dem Methylcobalamin genommen um die B12 aufnahme nicht zu behindern.

    Übrigens hat mein Arzt gemeint, dass die meisten Chlorella-Präperate belastet seien und hat mir BIO Chlorella von GSE verschrieben, welches auch als vegan (mit Veganblume) gekennzeichnet ist. Ist nicht ganz günstig, aber ich nehme es auch nur sporadisch zur Entgiftung halt. Werde auf der Baustelle durch zu viele Gifte belastet.

  • 8. November 2015 um 15:35

    Bertel!

    Brüll!!!

    Ich glaub Dir das, musste aber trotzdem sehr und sehr laut lachen!

    Vor allem über die fehlenden Verzehrempfehlungen.

     

  • 8. November 2015 um 21:04

    Das eigene B12 wieder vorne reingeben wurde schon länger ( s. die ältere“  Vegetarische Ernährung“ von Leitzmann ) mit Freiwilligen gemacht, in hygienisch einwandfreier Form natürlich.

    Die B12 Spuren bräuchte man nicht erwähnen, sie bringen kaum etwas.

    Verteufeln sollen die, die am Teuflischen Gefallen finden.

    Bei Chlorella geht es um den gegenwärtigen Stand der Entwicklung, zum Beispiel in der wissenschaftlich-technischen Versuchsanlage in Klötze, die die französische Firma roquette übernommen hat ( mit bio-Vertrieb algomed ).

    Jörg Ullman ist der leitende Wissenschaftler, der im Paracesus Magazin ( meine ersten beiden Zeilen hier am 1.11. ) unter anderem meint, mit 3g Chlorella könne man den Tagesbedarf an B12 decken.

    Ein wesentlicher Unterschied zu den pharmazeutisch-chemischen B12-Präparaten besteht darin, das letztere eine hohe Dosis haben, die in der Natur nicht vorkommt.

    Das riesige B12-Molekül wird normalerweise aus der Nahrung sehr aufwendig herausgelöst, im Magen mit dem IF gesichert, damit es nicht im Dünndarm zerstört wird und dann nach der Passage durch die Darmwand in einer weiteren Form (Holo-Transcobalamin ) in der Blutbahn weiterbefördert.

    Das wird mit den Präparaten alles umgangen, die hohe Dosis gelangt mit einiger Gewalt ( passive Diffusion ) gerade mal zu 1 bis 2 % in die Blutbahn und wird erst dort allmaähnlich vom Körper verarbeitet.

    Ich möchte wetten, wer zehn Jahre diese Präparate eingenommen hat, wird kein B12 aus Lebensmitteln mehr aufnehmen/ verdauen können. ( die dazu nötigen Funktionen der Magenschleimhaut sind dann verkümmert – das kann auch schon nach einer Gastritis passieren , was gar kein so seltener Grund ist, auf Präparate angewiesen zu sein ).