• 16. Juli 2015 um 6:21

    Ich denke ich bin schon sehr tolerant, wenn diese Toleranz jedoch nicht erwidert wird sehe ich da keine Zukunft :(

    Ps: Ich bin selbst leidernschaftlicher Schwertkämpfer und (traditioneller) Bogenbauer/-schütze. Habe aber nicht vor damit jemandem Schaden zuzufügen (die Ausübung erfolgt rein spirituell).
    Auch gerne ein Argument: Du schießt doch selber mit Pfeil und Bogen, die sind ja eigentlich zum Jagen da -> Du bist doch kein Veganer :blink:

  • 16. Juli 2015 um 6:41

    Hab mir schon gedacht, als ich Dein Bild sah, dass wir das gleiche Hobby haben.
    Das Schwert hab ich abgelegt. Hab Probleme mit Händen und Füßen und nachdem mir mein Schwert, habe 7 Jahre Schwertkampf trainiert, aus der Hand geflogen ist, hab ich aufgehört.
    Mein Sohn, mein leibeigener Prügelknabe :-),hat da prima reagiert und so ist niemand verletzt worden.
    Bogenschießen mach ich noch. Das ist Meditation für mich. Hab einen Sport- und einen Langbogen mit (HIMMEL!!!was mach ich denn jetzt!) Hornnocken und gewickelte Pfeile.
    Da hab ich ja noch gar nicht dran gedacht!
    Da muss ich mir jetzt was einfallen lassen.
    Es kommt doch immer was unveganes zum Vorschein, an das ich nicht gedacht hab.

  • 16. Juli 2015 um 6:45

    In Amerika gehen sie mit Pfeil und Bogen auf die Jagd. Das hatte ich in der vorhergehenden Antwort gemeint.
    Hab da nicht an Sportbogen gedacht.
    Ich sitz im Glashaus…

  • 16. Juli 2015 um 6:54

    Ich muss gestehen ich trage sogar momentan unvegane schuhe aus meiner vegetarischen Zeit (kleines Lederstück an der Lasche). Leider erst zu spät bemerkt bei all dem Kunstleder drumherum.
    Ich denke, es wäre unehrenhafter jetzt die Schuhe wegzuwerfen. Besser trage ich sie nun bis zum bitteren Ende, als mir ein neues Paar zu kaufen und damit unweigerlich neue CO2-Emissionen zu verursachen.
    Bei Bögen würde ich da differenzieren:
    – Ist das Horn aus china? Dann ist höchstwahrscheinlich ein Tier dafür gestorben. Es gibt allerdings auch Hornstücke bei deren \“Produktion\“ das Tier am Leben gelassen wurde. Beides nicht vegan, aber während meiner \“vegetarischen\“ Phase durchaus eine Überlegung wert.
    – Sehnen Backing, wie bei manchen Flachbögen -> NO GO! Lieber Leinenbacking (damit hält der Bogen eh länger). Alternativ: Flachs
    – Bogenholz aus nachhaltigem Anbau? Kaum machbar, da meist von der Struktur nicht geeignet. Was tun? KeineBögen aus \“Listen\“ Bäumen kaufen / bauen (z.B. Osange, Eibe, etc.)

    Für mich habe ich eine Regel gefunden.
    Wenn ich etwas nicht veganes in meinem Haushalt habe, was aber zumindest vegetarisch ist:

    Ps: Wie schaffst du es so ruhig bei Gesprächen zu bleiben? Kommt das mit der Zeit von alleine? Gerade wenn man merkt (wie oben im Spoiler), dass irgendwie immer mit zweierlei Maß gemessen wird..

  • 16. Juli 2015 um 7:27

    Ich hab auch die Lederschuhe für den Winter noch nicht entsorgt. Die sind jetzt im Winter 10 Jahre alt und noch prima in Schuß (!).Hab aber schon vegane Winterschuhe entdeckt und werd mich zu gegebener Zeit damit befassen, ob ich die alten, gemütlich getretenen behalte oder nicht.
    Hab die gleichen Gedanken wie Du. Wenns kaputt geht, wird was veganes dafür gekauft. Allerdings hab ich auch viele Sachen schon entsorgt. Vor allem Kleidung wie Wollpullover,Wollsocken und Wolljacken. Auch Besen und Handfeger. Dafür gibts dann hier \“Vegan im Haushalt\“.
    Nur im Hobby, wenn wir Museumsarbeit machen, muss ich aus authentischen Gründen bei unveganem bleiben.
    Mein Talisman, eine Donarskeule aus einer Geweihspitze hab ich nicht abgelegt. Ich hab dieses Geweih im Frankenwald gefunden und in der Jahrtausendnacht nach einer echten Donarskeule geschnitzt.
    Mein Bogen ist Esche, die Sehne ist schon Kunstfaser (puh!)und damit nicht mehr authentisch…
    Ich bin nicht immer ruhig im Gespräch :-) aber ruhiger als noch vor Jahren.
    Ich bin seit 3 Jahren in Rente und damit nicht mehr dem Arbeitsstress (was für ein Wort!)
    ausgeliefert. Ich kann mein Leben jetzt so einteilen, wie ich will und ich denke auch, dass man im Alter ruhiger wird, weil vieles gar nicht soo wichtig ist, dass ich mich drüber aufregen muss. Obwohl es da schon Sachen gibt…

  • 16. Juli 2015 um 10:48

    Ich kann auch nur sagen, dass es mit zunehmendem Alter etwas leichter fällt, gelassen zu bleiben. Wie eben in der Verwandtschaft, und vielleicht auch erst, nachdem klar geworden ist, dass wir alle irgendwann den Preis für das Vernichten von Leben (auch pflanzlichem) zu zahlen haben, indem wir selbst Futter werden. Ich war beim Tod meiner Eltern und beim Tod einer Tante dabei, hab den vorhergehenden Verfall hautnah miterlebt und das alles zusammen mit meinem Bruder ertragen. Deshalb lehne ich ihn nicht ab, selbst dann nicht, wenn er sich gerade ein Steak auf den Grill packt. – Aber bei Unbekannten reicht manchmal irgendeine Blödheit aus, meinen Blutdruck zu steigern. Wird auch besser, aber trotzdem.

    Liebe Dagmar: Wenn das Geweih von seinem Träger weggeworfen wurde, was spricht dagegen, daraus etwas Schönes und Glückbringendes zu schnitzen? Ich würde auch Guano nutzen, wenn klar wäre, dass die Tiere, von denen es stammt, nicht in ihrer Freiheit beeinträchtigt wurden. Einfach nur eine Regel im Wortsinne \“nichts vom Tier\“ zu befolgen, sehe ich nicht ganz ein.

  • 16. Juli 2015 um 11:03

    Danke, liebe Inga, ich freu mich, dass ich mit der Meinung nicht alleine bin.
    Allerdings hab ich bei der Donarskeule das Lederband gegen eines aus Kautschuk ausgewechselt. Ich konnte das Leder direkt auf der Haut und am Hals, so nah am Herzen, nicht mehr ertragen.
    Diese Geweihspitze ist für mich etwas ganz besonderes. Ich hab sie in meiner Heimat gefunden, kein Tier musste dafür sterben und ich hab in Ruhe und Besonnenheit eine Replik in der Jahrtausendnacht geschnitzt, in der andere anders gefeiert haben.

  • 16. Juli 2015 um 13:30

    Habe gerade auf \“Käthes Weide\“ von Inga diesen Artikel gefunden:

    http://www.rp-online.de/leben/gesundheit/medizin/zecken-wenn-der-zeckenbiss-eine-fleischallergie-ausloest-aid-1.5186214

    Vielleicht kommt diese Zecke auch in unsere Wälder.
    Ich hoffe aber wenn, dass alle diesen Biss überleben. Aber die Fleischallergie wäre schon ne feine Sache, die die Natur da bereit hält.
    Danke Inga, für den Link :-)

  • 17. Juli 2015 um 7:51

    Hier im Cafe gab es das Thema \“Jagd\“ schon einmal.
    Habt Ihr das gesehen? wenn nicht, bitteschön hier:

    http://www.veggiecafe.de/forum/13-Tierwelt/381-Waidmanns-Dank.html

    Ist auch für die Butenländer Herde interessant, weil hoch aktuell!

  • 18. Juli 2015 um 12:29

    Ein schöner Film für alle Freunde der Jagd: https://www.youtube.com/watch?v=dgJhpH1UlBQ

  • 18. Juli 2015 um 14:56

    Hab auch einen Film zu dem Thema gefunden, konnte ihn allerdings nicht bis zum Ende ansehen.
    Meine Krallen sind ausgefahren und die Tastatur tränennaß.

    https://www.youtube.com/watch?v=2lX4qz4_bw0&feature=youtu.be

  • 18. Juli 2015 um 16:22

    Ich finde es pervers, wenn Jäger töten aus Lustgewinn, um ihre Triebe zu befriedigen oder um beim Töten zu onanieren. Oder sich an den Kadavern zu vergehen. Ekelhaft diese Typen beziehungsweise krank. Eigentlich gehören die in die Psychiatrie.

  • 18. Juli 2015 um 16:50

    TUN DIE DAS???
    Ich käme überhaupt nicht auf die Idee, so etwas zu Denken!

  • 18. Juli 2015 um 18:05

    Jedenfalls haben schon mehrere Jäger ihre fragwürdige \“Freizeitbeschäftigung\“ mit ihrem \“Jagdtrieb\“ gerechtfertigt, den sie wohl nicht kontrollieren können.

    Zu bedeutenden Jägern: https://jaegerblog.wordpress.com/category/sagenumwobene-jager/

  • 18. Juli 2015 um 18:34

    Bertel,
    ich hab den Link auf und gleich wieder zu gemacht. Ich möchte solche Bilder nicht sehen. Die tun mir in der Seele weh.
    So wie ich den Film, den ich oben verlinkt habe, auch nicht ansehen konnte. Da schreit etwas ganz laut in mir und verletzt mich.