• 25. August 2014 um 9:46

    Also, mir fällt das die letzte Zeit immer häufiger auf, daß es Sendungen gibt in denen es um \“Ernährungslügen\“ oder um Wettstreite zwischen Vegetariern und Fleischessern geht.
    Wenn sich im laufe der Sendung herausstellt, daß zum Beispiel Studien erwiesen haben, Vegetarier leben länger, wird das damit abgewiegelt, daß Vegetarier eben körperbewußter sind und mehr Sport treiben und sich mehr mit gesunder Ernährung befassen. Aber doch nicht am weglassen von Fleisch!!!
    Und bei Kochduellen läuft es immer darauf hinaus wie viel besser doch das Fleisch schmeckt und das bei aller Gesundheit der Genuß nicht vergessen werden darf, ach ja und Vitamin B12 nicht zu vergessen!
    Tenor dieser Sendungen: Ja, so hin und wieder vegetarisch schmeckt ganz gut, aber auf die Currywurst oder das Schnitzel möchte doch keiner verzichten und mehr Sport tuts auch!
    Was ist denn da los?
    Über das Leid der Tiere spricht keiner mehr! Oder die Umweltbelastung! Oder den Hunger in den Dritte Welt Ländern!
    :S

  • 26. August 2014 um 18:00

    Hello,

    was man im Fernsehen sieht ist wirklich teilweise echt strange. Weil vegetarisch und vegan gerade mehr oder weniger \“im Trend\“ ist, denken halt viele, dass das nur eine Show ist und nicht, dass es hinter einem Vegetarismus auch wirklich einen Gedanken gibt.

    Auch \“Experimente\“ mit vegetarischen Lebensmitteln bringen wirklich immer nur das Fazit, dass alle nicht auf ihr Fleisch verzichten wollen oder angeblich können, auch wenn das vegetarische Essen an sich sehr schmackhaft und auch nährhaft war.

    Die gesundheitliche Ausrede ist oft, dass man ohne Fleisch nicht genügend Nährstoffe kriegt. Das lernt man heute noch in Ernährungskursen und so weiter. Fleisch und Fisch sei total wichtig!

    Mich wundert es übrigens auch, dass man (in besagten Kochshows zum Beispiel) bei Gemüse immer die regionale und chemielose Herkunft erwähnt aber beim Fleisch kein Wort darüber verlieren will, wie und wo das herkommt. hmmm….

  • 27. August 2014 um 16:16

    Ja, das ist schon komisch, warum diese Sendungen die Ernährungsansichten der 80er Jahre wiederspiegeln. Absicht oder Unvermögen? Oder möchte man sich vielleicht doch nicht mit den Werbepartnern anlegen, die das Geld reinbringen?
    😉

  • 28. August 2014 um 17:56

    Ich finde wir müssen das auch etwas selbstkritisch sehen. Wenn solche Fun – Veganer wie der Hildmann öffentlichwirksam in jede Kamera reinschwatzen wie bescheuert Tierrechtsideen seien und dass nur veganes Essen aus gesundheitlichen, Fitness- oder modischen Gründen vollkommen ausreicht, muss man sich nicht wundern, wenn die Medien Veganismus natürlich wohlwollend darauf reduzieren. Ist ja auch viel einfacher als sich mit ernsten Themen auseinanderzusetzen. Kann sein, dass man damit einen kurzfristigen kleinen Hype erzeugt, ob es aber der richtige Weg ist \“nachhaltig\“ also dauerhaft eine Umorientierung zu erreichen wage ich zu bezweifeln.

  • 28. August 2014 um 20:34

    Also. Wenn es ums Geld ginge, könnte die Werbebranche einfach mit dem Vegan-Trend mitfahren und auch ordentlich Geld machen. Dann müssten die nicht mehr verlogener Weise glückliche Schweine auf Wurst drucken.

    Es ist vollkommen EGAL aus welchen Gründen man \“Veganer\“ wird. Ich hab das auch erst \“nur\“ für mich gemacht und nicht, weil mir die Umstände der Tiere am Herzen lagen. (Heute ist das anders)
    Ich hab ursprünglich nur aus gesundheitlichen Gründen meine Ernährung umgestellt. Das ist jetzt Standard bei mir seit zwei Jahren. Also ist die Behauptung, dass es bei gewissen Hintergründen keine Beständigkeit gibt nicht richtig.

    Wenn man sich erst einmal einlässt auf das tierproduktlose Leben, dann wächst man da rein und entwicklt neue Interessen. Außerdem sinkt der Konsum von Tierprodukten auch, wenn die trendy jungen Leute kein Fleisch mehr essen. Und je mehr der Konsum sinkt, um so weniger muss produziert und gequält werden.

    Jeder Mensch, der sich entscheidet vegan zu essen oder zu leben macht es gut, egal mit welchen Hintergedanken. Trauriger Weise ist den meisten Menschen da draußen ihre Fitness eh viel wichtiger, als irgendein Lebewesen.

  • 29. August 2014 um 8:37

    Hello schrieb:

    Also. Wenn es ums Geld ginge, könnte die Werbebranche einfach mit dem Vegan-Trend mitfahren und auch ordentlich Geld machen. Dann müssten die nicht mehr verlogener Weise glückliche Schweine auf Wurst drucken.

    Die Werbebranche macht einfach beides. Macht Geld mit Bärchenwurst und auch trendy Veganzeugs. Ihnen ist es schlicht und ergreifend egal womit sie ihr Geld verdienen. Allerdings nehmen sie halt den Veganismus nicht so ernst sondern sehen das nur als Geschäft, was ja auch logisch ist..

    Hello schrieb:

    Es ist vollkommen EGAL aus welchen Gründen man \“Veganer\“ wird. Ich hab das auch erst \“nur\“ für mich gemacht und nicht, weil mir die Umstände der Tiere am Herzen lagen. (Heute ist das anders)
    Ich hab ursprünglich nur aus gesundheitlichen Gründen meine Ernährung umgestellt. Das ist jetzt Standard bei mir seit zwei Jahren. Also ist die Behauptung, dass es bei gewissen Hintergründen keine Beständigkeit gibt nicht richtig.

    Nun, es war ja keine Behauptung meinerseits sondern einfach Zweifel. Und auch wenn es bei Dir so geklappt hat, so habe ich auch von einigen Fällen gehört, in denen Leute nur aus Mode Veggerln geworden sind und dann, als sie in einem anderen Umfeld waren oder ihren \“Style\“ geändert hatten das auch wieder aufgegeben haben. Dass es in einigen Fällen wie bei Dir z.B. anders läuft ist natürlich sehr erfreulich aber vielleicht doch nicht die Regel.

    Hello schrieb:

    Jeder Mensch, der sich entscheidet vegan zu essen oder zu leben macht es gut, egal mit welchen Hintergedanken. Trauriger Weise ist den meisten Menschen da draußen ihre Fitness eh viel wichtiger, als irgendein Lebewesen.

    Das verstehe ich nicht. Du meinst einerseits es sei gut wenn jemand nur wegen seiner Fitness vegan isst, andererseits beklagst Du, dass den Menschen ihre Fitness wichtiger sei als irgendein Lebewesen?

  • 29. August 2014 um 10:10

    Die Frage ist doch, was wollen uns die Medien vermitteln?
    Die Reduzierung der Ernährung auf Gesundheitsförderung?
    Da erzählen uns \“Experten\“ von irgendwelchen Instituten(die meist von Fördergeldern irgendwelcher Konzerne leben!),was gut für uns sei.Wie schön, wenn den Menschen dann suggeriert wird: hey, ihr braucht kein schlechtes Gewissen haben soooo schlimm ist Fleischkonsum doch gar nicht, ganz im Gegenteil ein bissl Fleisch und Milch braucht der Mensch! Wie oft habe ich Ärzte sagen hören: ich, als Frau müsste ordenlich Milchprodukte zu mir nehmen, um später keine Osteoporose zu bekommen!
    Na ja, wer sich damit auseinander setzt weiss, wie überholt solche Ansichten sind und das Milch alleine Säuglingsnahrung sein sollte.Trotzdem werden solche Ansichten im TV von \“Experten\“ immer noch verbreitet.
    Bei diversen Kochschows wird dann darauf hingewiesen, daß dieses Fleisch von Bio-sonstwas Rindern sei, um wie behauptet wird ein Bewusstsein für Qualität zu fördern!

    Sendungen über die Folgen unseres Fleischkonsums und was noch auf uns zu kommt, wenn solche Länder wie China und Indien ihren neuen Wohlsand nun auch mit Fleisch feiern wollen, sind nicht so gern gesehen und liefern keine schönen Einschaltquoten!

    Aber es ist dringend notwendig, wenn wir nicht im \“Mist\“ ersticken wollen den Finger immer wieder in die Wunde zu legen.
    Ausserdem müssen wir uns als moralisch denkende Menschen fragen, wie lange wir noch die Augen vor dem was da draußen passiert verschließen können.

    Ich finde die Medien sind durch aus in der Lage über Elend in Somalia,Erithräa und anderen Länder mit den drastischten Bildern zu berichten, um uns zu Spenden zu bewegen, warum sollte es da nicht möglich sein über die wahren Hintergründe dieser Armut zu berichten. Wie sich Konzerne am Elend von Menschen und Tieren bereichern!

    Aber Menschen die gegen den Strom schwimmen nerven irgendwie und werden gerne auf solche Dinge wie ihre Ernährung reduziert. Der/Die ist Veggie – den Rest kannst Du Dir denken!

    Ich finde es wichtig, bei allem was ich tue zu hinterfragen ob ich das aus gutem Gewissen tue und alle Möglichkeiten der Berichterstattung zu nutzen, ob ich das nun gut finde WAS ich da finde oder nicht.Schon oft hat mir das Denkanstöße zu Neuem gegeben.

    Leider ist besonders das TV daraus aus, uns nicht aus unserer Wohlfühlecke herauszuholen! Oder?

  • 29. August 2014 um 16:24

    Ich gebe Dir recht zu Deinen Argumentationen.

    SittingBull schrieb:

    Leider ist besonders das TV daraus aus, uns nicht aus unserer Wohlfühlecke herauszuholen! Oder?

    Klar. Das TV verdient mit der Einschaltquote. Und der Durchschnittsglotzer möchte mit seichtem Blabla eingelullt werden und keinesfalls sich kritisch mit seinem eigenen Verhalten auseinandersetzen. Also wird das bedient und Verblödungskacke läuft. Andererseits ist es auch interessant die Menschen zu verblöden, denn so sind sie bessere und kontrollierbarere Konsumenten. Und um was geht es sonst?

  • 31. August 2014 um 17:34

    Das verstehe ich nicht. Du meinst einerseits es sei gut wenn jemand nur wegen seiner Fitness vegan isst, andererseits beklagst Du, dass den Menschen ihre Fitness wichtiger sei als irgendein Lebewesen?

    Ich bedauere nicht, ich stelle fest.