„Natürlichkeit“ vegetarischer Ernährung
Biologisch gesehen ist der Mensch ein Omnivore (Allesfresser). Seit den Anfängen der modernen vegetarischen Bewegung argumentieren manche Vegetarier, die vegetarische Ernährung sei naturgemäß. Unter anderem wird angeführt, der Mensch sei nach der Beschaffenheit seines Gebisses und der Länge seines Darms nicht als Raubtier anzusehen, sondern für pflanzliche Kost eingerichtet.[40] Die Fähigkeit, rohes Fleisch zu reißen, körperfremdes Cholesterin auszuscheiden und größere Mengen Harnsäure zu spalten, ist beim Menschen verglichen mit anderen Omnivoren eingeschränkt. Bis weit in das 20te Jahrhundert hinein war man der Ansicht, dass der Mensch der einzige omnivor lebende Primat sei. Dies ist inzwischen widerlegt. Einige Affenarten fressen auch Fleisch, jedoch selten und in wesentlich geringeren Mengen als Menschen. Heute spielen von Seiten der Vegetarier Argumentationsmuster der Natürlichkeit eine untergeordnete Rolle.




