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Was ist Veganismus?

Veganismus ist eine vorwiegend ethisch begründete Einstellung und Lebensweise, welche die Nutztierhaltung und den Konsum tierischer Produkte ablehnt. Der Veganismus beinhaltet eine weitreichende vegetarische Ernährungsweise, die sogenannte vegane Ernährung. Hierbei wird der Konsum von Fleisch, Milch, Eiern jeder Art, Gelatine und anderen tierischen Lebensmitteln wie Honig vermieden. Veganer achten auch bei Kleidung (Vermeidung von Leder und Wolle) und anderen Gegenständen des Alltags auf Tierproduktefreiheit, sowie Tierversuchsfreiheit (Waschmittel, Putzmittel, Kleinbildfilme, Kleber, Farben).

Laut der Internetseite veganwelt.de gibt es in Deutschland zwischen 250.000 und 460.500 Veganer (etwa 0,3 %–0,5 % der Gesamtbevölkerung), in den USA etwa 0,9 %. Nach der Nationalen Verzehrsstudie II von 2008 leben in Deutschland 0,1 % der Frauen und 0,05 % der Männer vegan. Nach einer Umfrage lebten 1995 etwa 170.000 Menschen Großbritannien und Nordirland vegan, nach jüngsten Aussagen der Vegan Society mehr als 200.000 (2005).

Begriff

Das Wort vegan geht auf den Engländer Donald Watson zurück, der 1944 die Vegan Society als Abspaltung der englischen Vegetarian Society (Vegetarier-Gesellschaft) gründete. Ihn und eine Gruppe von Mitstreitern störte, dass der Begriff vegetarisch zunehmend als Abkürzung für ovo-lacto-vegetarische Ernährung gebräuchlich war. So erfand er aus dem Anfang und Ende von „vegetarian“ (englisch Vegetarier) ein neues Wort. Vor der Einführung des Begriffes Veganismus wurde dieser auch als Konsequenter oder Radikaler Vegetarismus bezeichnet.

Das Adjektiv zu Veganismus lautet vegan. In den deutschsprachigen Ländern wird vereinzelt auch das Adjektiv veganisch (als Ableitung aus Veganismus) gebildet. Der Duden kennt nur den Begriff vegan.

Beweggründe

Laut Memorandum der Vegan Society versucht der Veganismus, „soweit wie möglich und praktisch durchführbar, alle Formen der Ausbeutung und Grausamkeiten an Tieren für Essen, Kleidung oder andere Zwecke zu vermeiden und darüber hinaus die Entwicklung tierfreier Alternativen zu fördern, was dem Nutzen der Tiere, Menschen und der Umwelt dienen soll“.

Die meisten ethisch motivierten Veganer begründen ihre Lebensweise mit einer der verschiedenen Theorien der Tierrechte. Andere Veganer argumentieren mit ökologischen Motiven. Eine weitere Motivation ist die vermeintlich gesündere Ernährungsweise. In westlichen Ländern spielt eine spirituelle Motivation lediglich eine untergeordnete Rolle. Soziologisch untersucht sind die Motive nur in Ansätzen.

Historisch ging der Veganismus aus dem Vegetarismus hervor. Im deutschsprachigen Raum waren entsprechende gesellschaftliche Strukturen in der Gründerzeit innerhalb der Landreformbewegung und im Zusammenhang mit biozentrischen Ideen zu finden. Speziell in Deutschland war der frühe Vegetarismus damals mit der Freikörperkultur und sehr unterschiedlichen politischen Ansätzen verbunden. Im anglophonen Raum hingegen waren pathozentrisch–utilitaristische Ansätze führend und entsprechende Strukturen unter elitären Strömungen der Linken wie in den Frauenbewegungen und Sufragetten verwurzelt. Als relevante politische Kraft waren beide allenfalls sehr regional beschränkt.

Die Philosophien dieser frühen Ansätze unterscheiden sich von den modernen insofern, als dass zum einen die Forschung um die Geisteszustände nichtmenschlicher Tiere durch neue medizinische bildgebende Verfahren einige Erkenntnisse gewonnen hat,andererseits das theoretische Umfeld der Tierrechte, die damals kaum explizit gefordert wurden, einen erheblichen Wandel erfahren hat. Eine genaue Trennlinie zwischen der vegetarischen und der veganen Bewegung lässt sich weder in der chronologischen Entwicklung, noch in den heutigen Strukturen ziehen. Einige lehnen deshalb eine solche Trennung auch ab.

Ethik und Tierrechte

Klassischerweise wird in Peter Singers Buch Animal Liberation von 1975 eine Zäsur gesehen, in dem die Diskussion um den Veganismus eine neue Qualität gewonnen hat. Darin argumentiert er, es gebe keine moralische Rechtfertigung, das Leid eines Wesens, gleich welcher Natur es sei, nicht in Betracht zu ziehen. Spezielle „nichtmenschliche Tiere“ von diesem Gleichheitsprinzip auszuschließen sei so willkürlich, wie Menschen anderer Hautfarbe, Kultur, Religion oder Geschlecht auszunehmen.

Mittlerweile sind diverse weitere Argumente erschienen, die mitunter einen von Singer grundverschiedenen Ansatz wählen. Wenngleich alle Veröffentlichungen in hohem Maße unter Philosophen kontrovers sind, sind doch tierethische Überlegung heute ein fester Bestandteil der philosophischen Debatte.

Gemein ist den meisten Argumenten ein naturalistisches Moment, das aus gewissen für einen Rechtsbegriff angeblich relevanten homologen, d.h. evolutionär kontinuierlichen, Eigenschaften eine Widerspiegelung im Moral- beziehungsweise Rechtsverständnis fordert. Oft konstituieren Tierrechtsargumente so auch gleichzeitig eine moralphilosophische Herleitung für Menschenrechte. Aufgrund der angeblich naturwissenschaftlichen Unschärfe des Artbegriffs auf der Subjektebene, könne allein aufgrund der Zugehörigkeit zu einer Art niemandem ein subjektives Recht zugeschrieben oder aberkannt werden. Dieser angebliche Fehlschluss wird als speziesistisch bezeichnet.

Einige Veganer verweisen auf die geistigen Fähigkeiten mancher Arten, die mit nicht unerheblicher Intelligenz und Leidensfähigkeit ausgestattet sind und ein komplexes Sozialverhalten zeigen. Ein pathozentrischer Ansatz wird hauptsächlich von Tierschützern vertreten. Je nach Gewichtung der Relevanz einzelner herangezogener Präferenzen von Individuen kann so ein hinreichendes Argument für eine vegetarische Ernährung oder vegane Lebensweise folgen. Ein weiteres ethisches Motiv bildet das Bestreben, vermeidbares Leid, das mit der extensiven Tierhaltung verbunden ist, durch Verzicht auf deren Produkte zu vermeiden. Der Philosoph Tom Regan schreibt gewissen Tieren wegen einer inneren Perspektive einen inhärenten Wert als Subjekte eines Lebens zu. Martin Balluch argumentiert für eine naturwissenschaftliche Kontinuität von Bewusstsein. Ausgehend von einer Kritik am Ansatz Singers[14] fordert er gewisse Grundrechte, deren zugrunde liegenden Interessen Voraussetzung für alle weitergehenden Interessen seien.

Eine Herrschaftskritik fordert eine weitgehende Abschaffung von Herrschaftsverhältnissen, also der Ausübung von Macht. Von dieser allgemeinen Position ausgehend wird die Forderung nach Veganismus am Spezialfall der menschlichen Herrschaft über nicht-menschliche Tiere formuliert.

Ökologische Aspekt

Als problematisch werden die mit der Massentierhaltung verbundenen Umweltprobleme gesehen. Menschen, die eine sogenannte vegane Diät betreiben, um den Verbrauch finanzieller Mittel oder ihren ökologischen Fußabdruck zu reduzieren, weiten die Idee des ökologischen Vegetarismus auf alle Tierprodukte aus. Die fundamentalen Beweggründe zielen darauf ab, dass jedes zusätzliche Trophieniveau in einer Nahrungskette nur einen Bruchteil der verbrauchten Energie weitergibt. Daher würde eine Diät, die aus pflanzlichen anstatt aus tierischen Produkten bestünde, im Allgemeinen weniger Ressourcen verbrauchen und darüber hinaus indirekt weniger Schäden für die Umwelt verursachen.

Gidon Eshel und Pamela Martin, Wissenschaftler der University of Chicago, errechneten in einer Studie, für die Ernährung ohne tierische Produkte 1.485 Kg weniger CO2-Äquivalente pro Kopf und Jahr als die typische amerikanische Ernährung. Die Autoren meinen, dass sie einige umweltschädliche Faktoren der Viehwirtschaft nicht eingerechnet hätten, die mindestens ebenso hoch wären wie die Umweltprobleme durch den höheren Bedarf nach Pflanzen bei einer veganen Ernährung. Das entspricht etwa dem pro-Kopf-Ausstoß durch Autoverkehr in Deutschland (etwa 1,3 t/Jahr CO2 2004).

Eine im Auftrag der Ernährungs- und Landwirtschaftsorganisation der Vereinten Nationen (FAO) durchgeführte Studie schreibt der Viehwirtschaft mehr Treibhausgas-Ausstoß zu, als dem gesamten Transport- und Verkehrsbereich. Die Studie bezieht den Regenwaldverlust und die freigesetzten Treibhausgase bei der Verdauung und aus der Gülle mit ein, und beziffert den weltweiten Anteil am vom Menschen verursachten Ausstoß mit 18 %. Die Autoren zitieren darüber hinaus aus eine US-Studie, nach der eine stärker vegetarisch orientierte Ernährung bei gleich hohem Proteinanteil im Mississippi-Becken zu einer Halbierung des Land- und Düngemittelbedarfs führen könne. Dem Worldwatch Institute zufolge liegen den Berechnungen der FAO falsche Voraussetzungen, wie die Nichtberücksichtigung der Emissionen durch die Atmung der Tiere, zugrunde. Die Treibhausgasemissionen seien daher höher als in der FAO-Studie zu beziffern und betrügen mindestens 32,564 Millionen Tonnen CO2 pro Jahr, was 51 Prozent der Gesamtemissionen entspräche. Eine effektive Strategie zur Bekämpfung des Klimawandels müsse daher laut Worldwatch Institute den Ersatz tierischer Lebensmittel durch pflanzliche Alternativen mit einbeziehen. Eine Studie der Netherlands Environmental Assessment Agency beziffert die hypothetischen volkswirtschaftlichen Kosten, die durch Veganismus bei der Bekämpfung der Folgen der globalen Erwärmung bis 2050 eingespart werden könnten, auf 20 Billionen US-Dollar.

Die „Herstellung“ sowie der Verbrauch von Fleisch und anderen Tierprodukten sind ebenso mit der Abholzung von Regenwäldern, Abbau von Ressourcen, der Luft- und Wasserverschmutzung, vermehrter Flächen- und Wasserverbrauch, Artensterben und anderen ernsthaften Umweltproblemen verbunden.

Der Sachverhalt gewinnt insbesondere global zusehends an Relevanz und Brisanz, da sich zur Zeit die Konsumgewohnheiten vieler Menschen speziell in Entwicklungs- und Schwellenländern berechenbar zu einer Diät mit mehr Tierproduktanteilen hin ändern. Die Folgen dieser Entwicklung sind vorerst noch unklar.

Spezielle Formen veganer Ernährung

Vegane Rohkost beschränkt sich auf die veganen Teile einer Rohkosternährung (während Rohkost allgemein ebenso rohes Fleisch, Eier, Rohmilch usw. enthalten kann).

Fruganismus/Fruitarismus unterscheidet sich vom „klassischen“ Veganismus dadurch, dass nur die Früchte von Pflanzen gegessen werden, da deren Verzehr nicht die Zerstörung der Pflanze zur Folge hat. Dazu gehören etwa Obst, Nüsse und Samen. Der Frutarismus kann eher noch als Veganismus zu einer einseitigen Ernährung führen und dann die Gesundheit erheblich beeinträchtigen.

Biovegane Ernährung beschränkt sich auf Lebensmittel, die unter Berücksichtigung ökologischer Gesichtspunkte produziert wurden. Insbesondere schließt das Konzept bioveganer Ernährung die Haltung von Tieren bei der landwirtschaftlichen Produktion der Lebensmittel aus und steht anderen Konzepten ökologischer Landwirtschaft entgegen.

Freeganismus (abgeleitet von engl. free für „frei“ und vegan) ist die Absicht, den negativen Einfluss des Einzelnen auf die Umwelt, die Tierwelt und das menschliche Leben durch eine weitgehende Verweigerung der Teilnahme an einer kapitalistischen Volkswirtschaft zu verringern. Die Überfluss- und Wegwerfgesellschaft soll durch Maßnahmen wie beispielsweise dem Containern boykottiert werden.

Veganismus und Jugendkultur

Allgemein sind Veganer in allen Bevölkerungsgruppen und -schichten vertreten. Veganismus tritt als Jugendbewegung unter Anderem im Rahmen der Straight Edge Bewegung in Erscheinung. Der gemeinsame Besuch von spezifischen Musikkonzerten wie das gemeinsame Kochen spielen eine Rolle. Sie gehe mit einem Stolz auf einen durch strikte Regeln gestylten Körper wie auch das Vorzeigen etwa von Tatoos als Lifestyle Declaration einher. Künstler wie Bryan Adams, Goldfinger, Heaven Shall Burn oder Rise Against gelten als relevante Fürsprecher des Veganismus.

Formen des Veganismus

Leitgedanke ist die Verminderung von Leid durch das Vermeiden von tierischen Produkten und Tiernutzung. Innerhalb dieses Rahmens sind eine Vielzahl individueller Lebens- und Ernährungsweisen möglich. Im Gegensatz zum Vegetarismus gibt es im Veganismus keine feststehenden, gebräuchlichen Begriffe (wie z. B. „Ovo-Lacto-Vegetarier“). Es existieren eingebürgerte Begriffe, z. B. „Pudding-Veganer“ für Veganer, die wenig auf ausgewogene Ernährung achten und großteils Fertiggerichte und Süßes bevorzugen.

Bei veganer Ernährung wird oft auf Honig verzichtet. Leder, Daunenjacken und -kissen und ähnliches werden abgelehnt, Wollprodukte als Ursache für den frühen Tod und Leid der Tiere beim Scheren angesehen. Die Welt ohne Jagd und ohne Tierversuche stellt ein Ideal dar. Allgemein werden unter Veganern alle möglichen Verhaltensweisen auf Leidvermeidungsmöglichkeiten geprüft, so sind darüber hinaus Tierhaltung, Reiten, Zoos und Vivarien, insbesondere Delphinarien, Zirkusse und anderes Gegenstand der Kritik.

Vegane Lebensmittel

Eine strenge Unterscheidung nicht-veganer Produkte von rein veganen ist aufgrund der vielfältigen Verwendung von Stoffen tierischer Herkunft schwierig. So dient Gelatine unter anderem zur Filtration von Weinen und Fruchtsäften, und ist in Medikamenten und Farbfilmen zu finden, Bäckereien verwenden tierische Fette etc. Daher bieten viele Vereinigungen Datenbanken und Listen von nichtveganen Inhaltsstoffen und ihren Alternativen. Verwendet werden etwa folgende Ersatzstoffe für …

Fleisch

Avocado, Austernpilz, Seitan, Tempeh, Texturiertes Soja, Tofu, Yuba

Eier

Sojamehl (in Gebäck als Bindemittel), Tofu (als „Rührei“), Avocado

Tiermilch

Getreidemilch, Hafermilch, Kokosmilch, Mandelmilch, Reismilch, Sojamilch

Käse

Nährhefe, veganer „Käse“ aus Soja, Seidentofu; Seitan

Honig

Zuckerrübensirup, Agavensirup, Löwenzahnhonig, Kunsthonig („Invertzuckercreme“), Ahornsirup, Reismalz; Tempeh

Gelatine

Agar, Fruchtpektin, Johannisbrotkernmehl

Gesundheitliche Aspekte veganer Ernährung

Vorhandensein und Gültigkeit von Studien

Vegane Kost bietet Vorteile gegenüber ovo-lakto-vegetarischer Ernährung und Mischkost bei Allergien gegen tierisches Eiweiß. Die im Zusammenhang mit Vegetarismus genannten Vorteile gelten im Wesentlichen auch für Veganer.

Vermeidung von Mangelerscheinungen

Aufgrund des Verzichts auf Calciumquellen wie Milch und Käse sollte die fehlende Calziumzufuhr kompensiert werden, um Mangelerscheinungen auszuschließen. Darüber hinaus ist bei Veganern eine mögliche Unterversorgung mit Vitamin B12 besonders zu beachten. Der höhere Folsäuregehalt pflanzlicher Kost kann allerdings hämatologische Symptome des Mangels maskieren und so die Entdeckung verzögern. Die Kinder stillender Mütter, die sich vegan ernähren und deren Muttermilch arm an Vitamin B12 ist, entwickeln ohne Zufütterung tierischer Lebensmittel meist bereits im zweiten Lebenshalbjahr Mangelsymptome. Dazu gehören eine verlangsamte oder rückläufige neurologische Entwicklung bis hin zur Apathie und zum Koma, hochgradige Hirnatrophie und bleibende neurologische Schäden. Ärzte raten schwangeren und stillenden Veganerinnen sowie deren Kindern dringend zu einer Vorbeugung (Supplementierung) mit Zusatzstoffen. Verschiedene Studien, wie auch das Positionspapier der ADA, betonen die Bedeutung der rechtzeitigen Supplementierung. Vitamin B12 wird durch Mikroorganismen hergestellt, die sich unter anderem in der Darmflora von Wiederkäuern finden. Entsprechende Mangelerscheinungen treten in Entwicklungsländern etwas weniger auf, da das Vitamin unter anderem über Pflanzen aufgenommen wird, die Verunreinigungen aus tierischen und menschlichen Fäkalien aufweisen. Letztere enthalten verhältnismäßig hohe Vitamin B12 Gehalte.

Standpunkte nationaler Ernährungsgesellschaften

Das schweizerische Bundesamt für Gesundheit kommt im Expertenbericht der Eidgenössischen Ernährungskommission aus dem Jahr 2007 zu dem Schluss, dass eine „veganische Ernährungsweise mit einer genügenden Zufuhr aller Nährstoffe (Ausnahme Vitamin B12, welches mit angereicherten Nahrungsmitteln oder Supplementen zugeführt werden sollte) möglich ist“. Es brauche jedoch „entsprechendes Ernährungswissen, um dieses Ziel zu erreichen“, weshalb von einer generellen Empfehlung der veganischen Ernährung für breite Bevölkerungskreise abgesehen werden müsse.

Die DGE empfiehlt die vegane Ernährung in einer Stellungnahme aus dem Jahr 1998 wegen der damit verbundenen Risiken für keine Altersgruppe und rät besonders für Säuglinge, Kinder und Jugendliche dringend davon ab.

Die American Dietetic Association vertritt zunächst den Standpunkt, dass vegetarische Kostformen, vegane eingeschlossen, insgesamt einen gesundheitlichen Nutzen in der Prävention und Behandlung bestimmter Erkrankungen hätten. Auch eine „vernünftig geplante“ vegane Kost würde dem Nährstoffbedarf gerecht und sei für jede Lebensphase „einschließlich Schwangerschaft, Stillzeit, Kindheit und Pubertät“ geeignet. Zum Ausgleich von Nährstoffdefiziten wird angeraten, künstlich angereicherte Lebensmittel und entsprechende Nahrungsergänzungsmittel zu verwenden.